Unter den Ausgezeichneten mit dem Leibniz-Preis, der angesehensten Auszeichnung für Forscher in Deutschland, ist in diesem Jahr Prof. Dr. Klaus-Robert Müller, Co-Direktor des BIFOLD und Chef der Machine Learning Group der TU Berlin.

Prof. Dr. Müller (C) BIFOLD
Prof. Müller gilt als ein Pionier des Maschinenlernens, mit dem er sich seit 1989 auseinandersetzt. So schuf er die Grundlagen der Support-Vector-Maschinen, einer der bedeutendsten theoretischen Entwicklungen im Bereich des maschinellen Lernens. Dabei handelt es sich um mathematische Methoden zur Mustererkennung, bei denen beispielsweise Objekte in Kategorien klassifiziert werden. Viele der einflussreichsten und am häufigsten zitierten Arbeiten auf dem Gebiet der Support-Vektor-Maschinen stammen aus Müllers Forschungsgruppe
Weiter forschte Müller auch an Deep Neural Networks und legte die Grundlagen für erklärbare KI (explainable AI, xAI). Allein in diesem Jahr konnte Müller zusammen mit internationalen Forschern über etliche wissenschaftliche Errungenschaften publizieren. Darunter ein Ansatz, der das visuelle Verständnis von Computermodellen an das des Menschen anpasst (veröffentlicht in Nature), eine neue KI-gestützte Methode für präzisere Prognosen für Lungenkrebspatienten (Nature Communications), Simulationen großer Biomoleküle mit quantenmechanischer Genauigkeit (Journal of the American Chemical Society) oder die Aufdeckung fehlerhafter Vorhersagestrategien in der KI (Nature Machine Intelligence).




