Eine Reihe teils prominenter Unterstützer sowie eine gemeinnützige Organisation für Pressefreiheit üben in einem offenen Brief Kritik an der derzeitigen Form von Google Amp. Sie verstärke die Dominanz von Google im Web.
Die Idee von Google Amp ist es, Webseiten schneller erreichbar zu machen. Strukturiert der Admin seine Seite nach einem bestimmten Schema, hebt Google die für Amp optimierten Suchergebnisse in seiner Suche nicht nur optisch hervor, sondern liefert sie auch über das eigene Content Delivery Network (CDN) aus. Für die Nutzer von Amp ist der Vorteil also nicht nur die höhere Aufmerksamkeit, die Technologie beschleunigt auch die Zugriffe auf die Webseiten, vor allem mit Mobilgeräten.
Nun regt sich allerdings Kritik an Amp. Diese formulieren zahlreiche Individuen und die in England und Wales angemeldete gemeinnützige Organisation Article 19 in einem offenen Brief. Zu den Supportern gehört unter anderem Mark Nottingham, Chef der HTTP-Arbeitsgruppe bei der IETF. Die beiden Hauptkritikpunkte: Nachrichten, die Amp verwenden, landen in den Suchergebnissen an prominenterer Stelle als andere. Zudem bleiben User, die auf einen von Google empfohlenen Inhalt klicken, ohne es zu wissen in Googles Ökosystem. Beides verstärke die Dominanz von Google im Internet, das Web sollte aber nicht allein von Google bestimmt werden.
Amp ändern
Die Unterzeichner lehnen Amp dabei allerdings nicht pauschal ab, denn langsam ladende Seiten seien ein Problem. Suchmaschinen, die Seitengeschwindigkeiten berücksichtigen, seien daher eine gute Sache. Sie wünschen sich allerdings einfache Änderungen an Amp, falls es Google tatsächlich nur darum gehe, das Benutzererlebnis im Web zu verbessern. Sie fordern das Unternehmen auf, sämtliche Seiten prominenter zu platzieren, die objektiv bestimmte Performance-Kriterien erfüllen, was sich etwa über den Speed Index nachmessen lasse. Zudem möge Google Inhalte von Dritten als Google-Produkt kennzeichnen, wenn diese über eine Google-URL erreichbar sind.
Der Code für den offenen Brief wird auf Github gehostet. Interessierte können ihn über einen Pull Request unterzeichnen.





Es ist wie im Kindergarten. Erstens: Google ist nicht “das Web” und Websites, die über Google Hosts ausgeliefert werden, zeigen dies bereits standardkonform durch ihre URL. Das erinnert an den EU-Schwachfug “Cookie-Richtlinie”. Erst deaktivieren die meisten Broswer per Default Cookie Warnungen, dann soll sie jede Website doppelt und zigfach “ersetzen”.Inzwischen entwickelt sich diese ganze staatliche und staatsnahe bessermenschliche “Internetverbesserei” und “-gerechtermachung” selbst zur größten Bedrohung für das echte Internet und das, was es gegenüber staatlichen und staatlich durchregulierten Netzen so überaus erfolgreich gemacht hat. Wer das Internet verbessern will, reiche bitte ein RFC ein oder lasse sich in IANA und… Mehr »
Also im Grunde sind alle Schuld, Google hat lediglich die Ressourcen sowas umzusetzen und als fertige Lösung anzubieten. Warum gibt es keine OpenSource Alternative?Gebe es diese, dann könnte man diese statt AMP nutzen. Nennt es einfach Open-AMP, ich würde es nutzen.