KMUs fehlen Zeit und Geld für Digitalisierung

Wie aus einer Studie des Hosting-Anbieters Ionos hervorgeht, bei der über 1000 Personen aus kleinen und mittelständischen Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern in Deutschland befragt wurden, nennen 48 Prozent die Kosten und 36 Prozent Zeitmangel als Haupthindernis für die Digitalisierung.

Danach folgen Sicherheitsbedenken (39 Prozent), fehlendes Know-how (37 Prozent) und fehlendes Interesse (24 Prozent). Die überwiegende Mehrheit (79 Prozent) der Befragten sah allerdings in der Digitalisierung einen wichtigen Baustein für ihre Zukunftsfähigkeit. Insbesondere der Einsatz von Lösungen, die die digitale Zusammenarbeit erleichtern oder der Kundeninformation dienen, ist im Vergleich zum Vorjahr rückläufig: Während zu Beginn des zweiten Pandemie-Jahres 2021 noch mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) ihre Kunden per Newsletter oder Mailing informierten, sind es jetzt noch 36 Prozent. Sogenannte Kollaborationstools finden ebenfalls nur noch bei 36 Prozent Verwendung (vs. 49 Prozent im letzten Jahr). Auch sind im Jahresvergleich deutlich weniger Unternehmen in Online-Verzeichnissen eingetragen (von 48 Prozent auf 40 Prozent). Um mehr als zehn Prozentpunkte gestiegen ist dagegen die Zahl der Unternehmen, die eine professionelle E-Mail-Adresse mit eigener Domain nutzen (von 53 auf 64 Prozent). Über eine Unternehmenswebsite verfügen nach wie vor 63 Prozent der Befragten, über einen Online-Shop mit 29 Prozent etwas mehr als im Vorjahr (25 Prozent).

Die Präsenz und Auffindbarkeit ihrer Firma im Internet halten acht von zehn Befragten (81 Prozent) für den größten Nutzen der Digitalisierung. Positive Effekte versprechen sie sich darüber hinaus für die Neukundengewinnung (75 Prozent), Umsatzsteigerung und einen modernen Gesamteindruck (je 72 Prozent). Am wichtigsten ist den Unternehmen daher, ihre Sichtbarkeit im Internet zu verbessern (46 Prozent). Für 37 Prozent steht der Bereich IT-Sicherheit und Datenschutz (37 Prozent) im Mittelpunkt. In diese Bereiche fließt 2022 folglich auch das meiste Budget – Website (28 Prozent), IT-Infrastruktur (26 Prozent), Online-Marketing (22 Prozent) und Social Media (21 Prozent) sind die Top-Investitionsfelder der KMU in Deutschland. Weniger wichtig ist die Verlagerung des kompletten Geschäftsmodells in die Cloud (27 Prozent).

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