Der einstige Ruby-on-rails- und später Rust-Entwickler Steve Klabnik arbeitet mit Hilfe des Codegenerators Claude Code an einem Nachfolger der Programmiersprache Rust, der deren Speichersicherheit erhalten, die Benutzung aber wesentlich erleichtern soll.
Rue soll gerade für Einsteiger leichter zugänglich sein als Rust. Den Compiler für die Ende letzten Jahres vorgestellte neue Sprache hat die KI geschrieben. Klabnik hatte zwar ein Konzept im Kopf, ihm fehlte allerdings die Erfahrung im Compilerbau. Deshalb übertrug er diesen Teil der Arbeit an Claude. Dabei musste er sich erst in die Zusammenarbeit mit dem Code-Assisstenten einarbeiten und machte anfangs noch viele Fehler. Nachdem er aber ein besseres Verständnis erlangt hatte, schaffte er nach eigener Aussage in zwei Wochen mehr als in zwei Monaten zuvor. Der architektonische Entwurf stammt allein von Menschen, aber die meisten Commits steuerte die KI bei.
Zwar könne man KI Hilfe auch als Programmieranfänger in kleinen Projekten nutzen, je größer jedoch das Projekt werde, um so mehr eigene Erfahrung in der Softwareentwicklung müsse der Anwender mitbringen, um das Werkzeug auf effektivste Weise einzusetzen, sagt Klabnik.
“Was ich mit Sicherheit sagen kann”, meint er, “ist, dass ich mit diesem Projekt (Claude) viel weiter gekommen bin, als ich es ohne es gewesen wäre. Rue umfasste nach zwei Wochen etwa 70 000 Zeilen Rust-Code. Nun sind Zeilen Code natürlich nicht alles, ich arbeite derzeit sogar an einer umfangreichen Überarbeitung von Teilen. Ich erwähne das nur, um eine Vorstellung von der ungefähren Größe zu geben. Ich weiß, dass ich ohne dieses Tool viel weniger weit gekommen wäre und wahrscheinlich (obwohl ich mir da noch nicht ganz sicher bin) auch eine geringere Qualität erreicht hätte.”




