KDE: Version 4.4.3 und Zoff um Nepomuk

Die KDE-Entwickler haben ein Update zur aktuellen KDE-Version 4.4. veröffentlicht. Das aktuelle Release wird von einem Streit um den semantischen Desktop überschattet.

 

Die Zahl der Verbesserungen hält sich in Grenzen, es finden sich aber einige ganz wichtige Korrekturen darunter, zum Beispiel der Flash-Support in KHTML, der nun auch mit den allerneuesten Youtube-Oberflächen klarkommt, sowie zahlreiche Fixes im KDE-Terminal Konsole. Sämtliche Änderungen finden sich im Changelog. Das KDE-Projekt empfiehlt das Update allen Nutzern von KDE 4.4.x

Einen Tag vor der Veröffentlichung von KDE 4.4.3 hat der Plasma-Entwickler Aaron Seigo einen Blog-Eintrag zu Nepomuk geschrieben, der für sehr viel Aufregung gesorgt hat. Seigo versuchte eigentlich zu erklären, warum und wozu Nepomuk gut ist und dass man die Funktion auch ausschalten kann, wenn man sie nicht benötigt. Der Artikel sorgte aber für sehr viele Kommentare im Bezug auf den Ressourcen- und Speicherverbrauch aktueller KDE-Versionen im Zusammenspiel mit der Such- und Indiziermaschine Strigi, dem semantischen Desktop Nepomuk und dem Daten-Backend Akonadi, das seit Version 4.4 — wenn auch unvollständig — mit an Bord der KDE Software Compilation ist.

Neben den üblichen KDE-Paketen von Kubuntu, Opensuse und Mandriva gibt es zu dieser Version auch passende Deb-Binaries für Debian Unstable, wie Ana Beatriz Guerrero Lopez in ihrem Blog berichtet. Demnach plant Debian, die nächste Point Release (KDE 4.4.4) in den Stable-Zweig zu überführen und für Debian 6.0 Squeeze als Standard zu nutzen. Ana bittet deshalb die KDE-Debian-Fans, diese Version ausgiebig zu testen und Bugreports zu schreiben.

 

Weitere Informationen und Download-Links: KDE 4.4.3-Infoseite

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