Eine neue Umfrage des englischen Public Sector Forums stützt sich auf knapp 170 Teilnehmer aus lokalen Regierungsbehörden .
An quelloffener Software sind demnach vor allem Webserver, Datenbanken und Web-Publishing-Programme im Einsatz. Im Desktop-Bereich gibt es kaum Open Source, und die Anwender sind sich auch nicht dessen bewusst, dass sie im Backend Open Source verwenden.
Das Bewusstsein für hohe Lizenzkosten ist aber da. Einsparungen bei den Lizenzen wird als erster Grund angegeben, warum man freie Software einsetzen sollte, Herstellerunabhängigkeit als zweiter. Zwei Drittel der Befragten war der Meinung, ihre Institution müssen mehr quelloffene Software einsetzen. Weniger als die Hälfte gab jedoch an, dass der Einsatz freier Software in den nächsten drei Jahren tatsächlich zunehmen wird. Ein Drittel sagt, es werde keine Veränderungen geben. Am ehesten sehen die Beteiligten Bürosoftware als zukünftigen Bereich für quelloffene Alternativen.
Die Umfrage wurde zwischen Mitte November und Mitte Dezember von 168 Teilnehmern ausgefüllt. Ein Drittel der Teilnehmer kommt aus Bezirksverwaltungen (District Councils), etwas weniger aus vereinheitlichten Gebieten (Unitary Authorities) und jeweils eine Handvoll aus Regionalverwaltungen (County Councils), der Polizei und Londoner Stadtteilen.
Das 12-seitige PDF mit den Ergebnissen ist in einer Blogmeldung des Urhebers zum Download verlinkt. Durchgeführt hat die Umfrage das Online-Projekt UK Gov OSS, ein seit April 2009 von Bull und One Point Consulting gesponsertes Online-Netzwerk. Das Projekt ist eine auf den öffentlich-rechtlichen Bereich in Großbritannien fokussierte Ausgründung des Public Sector Forum, ein Online-Plattform, die sich als Netzwerk für Teilnehmer und Aktivisten des internetnahen öffentlichen Bereiches vorstellt.
- Trotz bekundeter Open-Source-Ferne der Umfragenteilnehmer müssen Linux-Abteilungen in den Behörden vorhanden sein, denn eingesetzt wird es allemal.
- Gründe für Open Source sind fast immer dieselben – Geld.
- Die angegebenen Hinderungsgründe zeigen, dass quelloffene Software in britischen Lokalbehörden eher unbekannt ist.






