Das Tor-Netzwerk zum anonymen Surfen wirbt mit einer Kampagne für die Errichtung von Bridges. Die Zahl dieser Bridges zur Umgeheung von Blockaden gehe immer weiter zurück, warnt das Tor-Projekt.
Bridges sind private Tor-Relays, die als Sprungbrett ins Netzwerk dienen. Sollte das Tor-Netzwerk blockiert sein, könnten Nutzer über eine Bridge die Zensur umgehen, teilt das Projekt mit. Wir haben derzeit etwa 1.200 Brücken, von denen 900 das obfs4-Verschleierungsprotokoll unterstützen. Leider sind diese Zahlen seit Anfang des Jahres rückläufig. heißt es seitens des Tor-Projekts. Es reiche auch nicht aus, viele Brücken zu haben, weil die irgendwann alle auf Sperrlisten landen können, so das Projekt. Es sei deshalb wichtig, ständig neue Brücken einzurichten, die noch nirgendwo gesperrt seien.

Sinkende Zahl von Bridges. Quelle: Tor-Projekt
Ziel der bis zum 7. Januar dauernden Kampagne sei es, bis zum Jahresende mehr als 200 obfs4-Brücken online zu stellen. Als Wertschätzung gebe es exklusive Tor-Belohnungspakete. Wer etwa zehn obfs4-Brücken ein Jahr lang betreibe, könne das Golden Gate Bridge Kit bekommen, das einen Tor-Kapuzenpulli, 2 Tor-T-Shirts und ein Sticker-Paket enthalte.
Wer eine obfs4-Bridge einrichten wolle, finde eine neu überarbeitete Installationsanleitung beim Projekt. Es seien Anleitungen für verschiedene Linux-Distributionen, FreeBSD, OpenBSD und Docker vorhanden. Im Aufruf zum Brückenbau sind die Links zu den Anleitungen und zur Kampagne zu finden.



