In einer Jugendstudie der Barmer zeigt sich, das Cybermobbing immer häufiger vorkommt. Besonders häufig von Cybermobbing betroffen seien 15- bis 25-Jährige.
Die Barmer hat für die Studie gemeinsam mit dem SINUS Institut über 2000 Jugendliche repräsentativ erforscht um herauszufinden, wie die aktuelle Situation ist und in welche Richtung die Entwicklung seit letztem Jahr weist.
Das Hauptergebnis der Umfrage laut Barmer: Die Verbreitung von Erfahrungen rund um Cybermobbing ist ein weiteres Mal gestiegen, obwohl sie bereits im letzten Jahr massiv angestiegen war. Es scheine aber unter Jugendlichen auch das Problembewusstsein leicht angestiegen zu sein: der Anteil derjenigen, die keine Angabe zu ihrer Betroffenheit machen konnten, sei weiter gesunken.
Der Nutzen von Gegenmaßnahmen wurde 2023 wieder besser bewertet als 2022, die meisten Einschätzungen ähneln denen von 2021, heißt es in der Studie. Den größten Nutzen sehen Jugendliche demnach darin, dass Eltern Verständnis haben und Rückhalt bieten. Den zweitgrößten Nutzen sehen sie darin, dass Freundinnen und Freunde offen zu dem gemobbten stehen, hier habe es den größten Anstieg von acht Prozentpunkten gegeben.
Ob als Täter, Opfer oder Beobachter haben mit 61 Prozent weit über die Hälfte der Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren in Deutschland Erfahrungen mit Cybermobbing (2022: 59 Prozent, 2021: 51 Prozent). Dabei sind Mädchen nach wie vor häufiger Opfer von Mobbing im Cyberraum als Jungen, aber der Unterschied ist etwas zurückgegangen.
Die Barmer hat zum Thema Cybermobbing ein Themenpaket mit Hilfen und Analysen geschnürt.



