Johanniter: Mit QR-Code gegen Gaffer

Mit einem QR-Code an Rettungfahrzeugen oder an der Ausrüstung der Retter sollen Gaffer davon abgehalten werden, das Geschehen zu fotografieren.

Quelle: S&F/André Wagenzik

Mit einem QR-Code an Rettungfahrzeugen oder an der Ausrüstung der Retter sollen Gaffer davon abgehalten werden, das Geschehen zu fotografieren. Der QR-Code löse auf dem Handy der fotografierenden Gaffer den automatischen Warnhinweis “Gaffen tötet!” aus, teilen die Johanniter mit.

Immer wieder erleben die Rettungskräfe der Johanniter, dass ihre Arbeit durch Schaulustige behindert wird, teilt der Rettungsdienst mit. „Das muss sich ändern, denn oft entscheiden schon wenige Minuten über Leben oder Tod“, so Jörg Lüssem, Mitglied des Bundesvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe. Dabei sei Gaffen kein Kavaliersdelikt. Seit Januar 2021 gilt laut Paragraf 201a des Strafgesetzbuches, dass das Fotografieren oder Filmen eines Unfalls mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren belangt werden kann, heißt es in der Mitteilung der Johanniter.

Die Idee mit dem QR-Codes, die von der Agentur Scholz & Friends stammt, werde nun gemeinsam mit den Berliner Johannitern in einem Pilot-Projekt getestet. Acht Rettungswagen und ein Intensivtransportwagen sollen mit dem Design ausgestattet werden.

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