Unter bestimmten Umständen lässt sich die Videokonferenz-Lösung Jitsi bereits als Ersatz für die Hangouts von Google einsetzen. Vor allem mit ihrem Support einer guten Verschlüsselung punktet die freie Software. Nun ist Version 2.4 da.
Die freie Videokonferenz-Lösung Jitsi hat sich mit Version 2.4 wieder ein ganzes Stück verbessert. Ein Sample-Video demonstriert die Videokonferenz-Funktionalität. Sie nutzt die Videobridge von Jitsi zusammen mit der XMPP-Erweiterung Colibri. Zur Zeit funktioniert die Konferenz allerdings nur mit Chrome, da Firefox und Safari in Sachen WebRTC noch nicht soweit sind.
Version 2.4 von Jitsi verbessert die Security, die Audioqualität und generell die Kompatibilität mit WebRTC. Multiuser-Chats über XMPP funktionieren besser, alle Teilnehmer tauchen nun in der Kontaktliste auf. Jitsi verwendet nun das von OTR (Off the Record) zur Authentifizierung benutzte Socialist Millionaire Protocol. OTR bringt zudem Support für SIP mit.
Weiterhin unterstützt Jitsi 2.4 DTLS/SRTP dank Bouncy Castle, einer kryptografischen API-Sammlung, und bietet WebRTC-Kompatibilität in Libjitsi. Es wartet mit Forward Error Correction (FEC) für Silk und Opus sowie Packet Loss Concealment (PLC) für sämtliche Codecs auf. Die Generation von Zufallszahlen für ZRTP wurde verbessert, Video- und Bildvorschauen erwarten aus Sicherheitsgründen nun eine Bestätigung. Es gibt zahlreiche weitere kleine Reparaturen und Verbesserungen, welche die Ankündigung minutiös auflistet.
Herunterladen lässt sich Jitsi im Downloadbereich der Webseite. Dort gibt es neben RPM- und Debian-Paketen auch Versionen für Windows und OS X und nicht zuletzt den Quellcode. Jitsi steht unter der LGPL.





