Jimmy Wales stoppt Wikia Search - auch MS Encarta schließt

Die freie Suchmaschine Wikia Search macht kaum 14 Monate nach dem Start wieder dicht. Und auch Microsofts Online-Lexikon Encarta schließt die Pforten.

Microsofts Projekt existiert seit den 90er Jahren und wurde seit dieser Zeit auf CDs und DVDs ausgeliefert. Einige Artikel wurden auch in Microsofts MSN-Suche integriert. Das Projekt umfasst etwa 50.000 Beiträge, Updates kamen über das Internet und auf traditionellen Medien, ein Abonnenten-Modell gab es auch. Ab Juni will Microsoft nach eigenen Angaben den Verkauf der Medien einstellen und Abonnenten auszahlen, ab Ende Oktober will man dann weltweit die Webseite schließen (mit Ausnahme von Japan, wo die Online-Encarta erst am 31. Dezember schließt).

Konkurrenz-Projekte im Internet wie die Wikipedia machten Encarta letztlich den Garaus, auch wenn Microsoft offiziell nur diffus davon redet, dass die Menschen heute anders nach Informationen suchen, als in den vergangenen Jahren. Die Wikipedia hofft nun laut Wikimedia-Projektmanager Mathias Schindler, auf eine “Lösung für die (freie) Zukunft der Encarta-Inhalte”.

Ein anderes Projekt des Wikipedia-Gründers Jimmy Wales lief im Vergleich zur Wikipedia weniger gut: Wikia Search wird nach kurzer Lebensdauer wieder eingestampft. Der Grund: Die von den Anwendern kontrollierte Suchmaschine zeige laut Wales zwar ordentliche Zuwächse, bleibe aber hinter den Erwartungen zurück.

Die schlechte wirtschaftliche Lage sei an der Einstellung der von den Benutzern betreuten Suchmaschine schuld, schreibt Wales auf seiner Webseite: “In einer anderen ökonomischen Lage würden wir Wikia Search unbegrenzt weiterfinanzieren”. Er werde irgendwann die Idee einer Suchmaschine wieder aufnehmen, sich jetzt aber insbesondere auf andere Wikia.com-Projekte wie Frag Wikia! konzentrieren.

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