Mit dem derzeit als Community-Draft vorliegenden BSI-Standard 200-4 stellt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik den Nachfolger des BSI-Standards 100-4 zur Diskussion. Der Standard dient dem Notfallmanagement durch klare Prozess- und Aufgabenfestlegung.
Unternehmen, Behörden und anderen Institutionen sollen durch den neuen Standard laut Arne Schönbohm, Präsident des BSI, den IT-Grundschutz passgenau und modular an die verschiedenen Bedürfnisse anpassen können. Der IT-Grundschutz hat sich auch deswegen etabliert, weil wir ihn kontinuierlich weiterentwickeln und auf dem neuesten Stand halten. Der neue Standard 200-4 ersetzt den alten Standard 100-4, erklärt Schönbohm.
Zu den Neuerungen zähle ein Stufenmodell mit vereinfachten Einstiegstufen (Reaktiv-BCMS und Aufbau-BCMS) und einer mit der internationalen Norm ISO 22301:2019 kompatiblen Stufe (Standard-BCMS), teilt das Bundesamt mit. Zudem wird aus dem bisher als Notfallmanagement bezeichneten Standard nun ein Business Continuity Management (BCM). In den Standard seien aktuelle Erkenntnisse im Bereich Business Continuity sowie Erfahrungen aus der Corona-Pandemie eingeflossen. Neu seien unter anderem auch umfangreiche Darstellungen möglicher Synergien innerhalb des IT-Grundschutzes zwischen dem Managementsystem für Informationssicherheit und dem Business Continuity Management System.
Der Community Draft des BSI-Standards 200-4 könne bis zum 30. Juni 2021 kommentiert werden, teilt das BSI mit.




