Microsoft ist ein Meister darin, wenn es ums Ignorieren von Standards im Web geht. Dank Google bekommt nun das freie Vektorgrafikformat SVG neue Rückendeckung.
Obwohl Microsoft noch fleißig an seinem eigenen Flash-Ersatz Silverlight bastelt, gibt es mit dem freien Scalable-Vector-Graphics-Format SVG schon lange einen passenden freien Ersatz, dessen Verbreitung im Web bisher nur am mangelnden Support seitens Microsoft lag. Während Firefox, Safari und Opera die SVG-Grafiken schon seit längerem unterstützen, gab es bislang lediglich von der W3C einen Versuch, über ein entsprechendes SVG-Plugin, dem Internet Explorer das freie Format bekannt zu machen.
Google kommt nun dem W3-Konsortium mit einer eigenen JavaScript-Bibliothek zuvor: Svgweb unterstützt SVG 1.1 inklusive animierter SVGs und benötigt auf Client-Seite lediglich JavaScript-Support und ein Flash-Player-Plugin, welches die animierten Grafiken darstellt. Bei Browsern, die die SVG-Grafiken von Haus aus unterstützen, läuft der Support weiterhin über den Browser, beim Internet Explorer stellt dann der Flash-Player die Animationen der Scalable Vector Graphics dar. Der Code befindet sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Hier geht’s zum Svgweb-Download.
Update: Ein aufmerksamer Leser weist daraufhin, dass Adobe bereits seit 2005, kurz nach der Veröffentlichung des W3C-Standards ein SVG-Plugin anbietet, den “SVG-Viewer”. Adobe schreibt allerdings auf seiner SVG-Viewer-Seite, dass es die Unterstützung für den SVG-Viewer im Januar 2009 eingestellt hat.


