Intel beteiligt sich an OLPC

Intel ist der Stiftung One Laptop per Child (OLPC) beigetreten. In der Pressemitteilung nennt der Halbleiterhersteller Technologietransfer und Bildung als Ziele der Zusammenarbeit. Intel ist jetzt Vorstandsmitglied in der Stiftung.

Im Dezember 2005 hatte Intel den XO genannten Rechnern des gemeinnützigen Projekts noch wenig Erfolg vorausgesagt: Man dürfe nicht pauschal an der Qualität der Bestandteile sparen, damit produziere man unzufriedene Abnehmer. Intel wollte stattdessen seinen eigenen Ansatz verfolgen, der sowohl einen niedrigen Preis als auch gute Qualität zum Ziel hatte, indem die Rechner an die besonderen Bedürfnisse der Schwellenländer angepasst würden.

Das Ergebnis war der Classmate PC von Intel, der im ersten Quartal 2007 erstmalig an Mexiko und Brasilien ausgeliefert wurde. Intel initiierte außerdem sein eigenes informationstechnisches Entwicklungshilfeprojekt namens Intel World Ahead Program. Bis Ende dieses Jahres sollen 30 Länder mit dem Classmate beliefert werden. Die Stiftung OLPC gibt es seit Ende 2005, im Vorstand sitzen namhafte Firmen wie Red Hat, Google und Ebay, und die ersten Rechner sollen im Herbst dieses Jahres vom Band gehen.

Der auffälligste Unterschied zwischen beiden Modellen ist, dass sich der XO mit Körperkraft aufladen lässt, beispielsweise per Pedal oder Handkurbel. Beide Rechner werden sowohl mit Linux als auch mit MS Windows ausgeliefert.

Intel-Pressereferent Martin Strobel sah auf Nachfrage von Linux-Magazin Online keine Konkurrenz zwischen beiden Geräten: “Den Classmate PC wird es auch weiterhin geben. Durch die Zusammenarbeit mit OLPC ergibt sich die Möglichkeit, beide Produkte durch gegenseitigen Austausch in der Zukunft zu verbessern.”

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