
Der Panel-PC IPPC mit der Modellnummer 6172A hat am Rückenkasten Flügel, die den Zugriff auf sein Inneres erleichtern.
Inonet, Hersteller von Industrie-PCs, hat einen neuen Panel-PC zu 17 Zoll vorgestellt. Der Rechner ist für robuste Umgebungen geeignet, spritzwassergeschützt, verträgt bis zu 50 Grad Celsius Umgebungstemperatur und ist mit Linux erhältlich.
Der Display-Rechner-Verbund misst rund 50 mal 35 Zentimeter. An der Rückseite sitzt ein etwa 15 Zentimeter tiefer Kasten mit Mainboard (Sockel 478), Slim-CDROM-Laufwerk und zwei Lüftern. Der Kasten ist mit Flügeln versehen, die unkomplizierten Zugriff auf die Bauteile versprechen. Neben zwei PS/2-, einer VGA-, einer parallelen und seriellen Schnittstelle sind fünf USB-Anschlüsse vorgesehen sowie Buchsen für eine SATA-Platte zu 2,5 Zoll, zwei PCI-Karten mit halber Bauhöhe (Low-profile), Fast- und Gigabit-Ethernet. RAM ist bis zu 2 GByte möglich, optional bietet Inonet außerdem einen Touchscreen an.

Der Panel-PC IPPC mit der Modellnummer 6172A hat am Rückenkasten Flügel, die den Zugriff auf sein Inneres erleichtern.
An Betriebssystemen hat der Interessent die freie Wahl, sagte Tim Schwandner von Inonet gegenüber Linux-Magazin Online. Der Pentium- oder Celeron-Mobilprozessor (1,5 GHz bzw. 2 GHz) arbeite grundsätzlich mit Linux zusammen. Welches zum Einsatz kommt, entscheide der Kunde. Die gängigen Distributionen wie Suse, Red Hat und auch Debian seien im Angebot, aber auch spezielle oder sogar exotische Linux-Varianten inklusive Echtzeit-Linux. Der Aufwand der Softwareanpassung müsse aber in einem vernünftigen Verhältnis zur bestellten Stückzahl stehen, so Schwandner.
Nach Herstellerangaben verfügt das LCD-Display über eine Helligkeit von 300 Candela pro Quadratmeter, über ein Kontrastverhältnis 800 : 1 und den Blickwinkel 160 Grad von beiden Seiten. Der 12 Kilogramm schwere Rechenkasten ist damit für den Einbau im Maschinen und Anlagen geeignet, wo eine dunkle Umgebung herrscht und der Anwender Bewegungsfreiheit hat. Die Verarbeitung des Gehäuses gewährt entsprechend Schutz vor Staub und Wasserstrahlen nach dem Industriestandard NEMA4/IP65. Das Display ist nach Herstellerangaben bündig, also extra flach versiegelt, so dass Staub und Flüssigkeit sich hier auch von außen schwer absetzen können. Auch medizinische oder Fertigungslabore sind deshalb ein denkbares Einsatzszenario. Wahlweise liefert Inonet auch ein Befestigungsset für die Montage an einem Rack.
Die verkaufte Stückzahl des Industrie-Rechners bewegt sich je nach Einsatzgebiet zwischen 50 und 1000. Typische Abnehmer sind Einkäufer, Entwicklungsleiter oder Systemintegratoren, deren Unternehmen das Gerät selbst wieder beispielsweise in Fertigungs- oder Gebäudeschutzanlagen verbauen. Eher als Endkunden treten universitäre oder medizinische Einrichtungen auf. In allen Fällen gibt der Kunde in der Regel bestimmte Softwarespezifikationen oder andere Anforderungen vor.
Die Konfiguration der Einzelteile erfolgt im Tagesgeschaäft stark bedarfsoprientiert, wie die Online-Konfiguration des Unternehmens illustriert: Nicht nur Display-Größe, Rechenleistung und Betriebssystem lassen sich einstellen, sondern auch die einzelnen Schnittstellen, die Technologie des Touch-Panels und die Vesorgungsspannung.
Bei dem IPPC würde Inonet zum Beispiel auf Wunsch auch die Frontblende anpassen, die standardmäßig aus hellem Plastik ist, sagte Tim Schwandner zu Linux-Magazin Online – allerdings nur bei entsprechendem Auftragsvolumen, wie er nüchtern einschränkte. Der süddeutsche Hersteller nimmt dann etwa anderes Material her oder versieht die Blende mit dem Logo des Käufers. Der IPPC ist entsprechend variabel im Preis. Schwandner rechnete für Linux-Magazin Online eine Beispielkonfiguration durch: Inklusive Touchpanel, 80-GByte-Festplatte, zwei GByte RAM und einem Standard-Linux würde der IPPC ab rund 1.500 Euro in den noch hinzuzurechnenden Versand gehen.




