IBM verstärkt Linux-Engagement auf Mainframes

Im Vorfeld der LinuxCon in den USA kündigt IBM eine Reihe von Initiativen im Zusammenhang mit Linux auf dem Mainframe an.

So wird es unter dem Label Linux One eine neue Entwickler-Cloud geben, für die sich Interessierte kostenlos registrieren können, um anschließend ihre Software auf einen Mainframe zu portieren oder dort zu testen. IBM möchte auf diesem Weg die Open-Source-Bewegung und offene Standards stärken, um so seinen Kunden einen Weg in die Cloud zu ebnen. In diesem Sinn gibt es auch eine Zusammenarbeit mit der Linux Foundation und diversen freien Softwareprojekten.

Linux One ist außerdem der Oberbegriff für zwei neue Linux-Mainframesysteme.

Das größere, Emperor (siehe Abbildung), mit bis zu 140 Cores und 10 TByte Hauptspeicher, eignet sich auch für die ressourcenintensivsten Workloads, das kleinere, Rockhopper, ist als Einstiegssystem ab etwa 100 000 Euro zu haben. Auf beiden Systemen wird neben dem IBM-Hypervisor ZVM auch der Linux-Hypervisor KVM laufen können. Das ist nicht zuletzt wegen der herausragenden Stabilität des Mainframes interessant: Während Hauptspeicherfehler gerade für die mit viel RAM ausgestatteten x86-Virtualisierungshosts ein Problem darstellen können, ist in den letzten fünf Jahren kein einziger IBM Mainframe wegen eines solchen Fehlers ausgefallen.

IBM führt mit den neuen Initiativen eine 15jährige Tradition von Linux auf dem Mainframe fort, die zuletzt mit jährlichen Wachstumsraten von 45 Prozent glänzen konnte. Ein Drittel aller Mainframe-Workloads weltweit laufen unter Linux.

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