IBM und Canonical bringen Netbook-Software nach Afrika

IBM hat sich mit Canonical zusammengetan, um auf Ubuntu basierende Netbooks mit IBM-Applikationen namens Smart Work in Schwellenländer zu vermarkten. Afrika macht dabei den Anfang.

Ziel von IBM ist es, über den günstigeren Preis den Konkurrenten Microsoft in den so genannten Emerging Markets auszustechen. Zielgruppe für die Netbook-Suite sind anders als bei den OLPCs aber nicht Schüler, sondern Ein-Mann-Unternehmen und kleine Firmen, die sich keinen PC für jeden Mitarbeiter leisten können. Ob das mit dem Angebot von IBM und Canonical klappt, lassen die beiden Partner offen, der Preis für IBMs Smart Work hänge von Konfiguration und Support-Bedarf ab. Bis zu 50 Prozent soll das IBM-Canonical-Paket günstiger sein als ein Microsoft-Desktop bezogen auf Lizenzgebühren, Administration und Maintenance, heißt es in der Ankündigung vage.
Im Smart-Work-Client stecken E-Mail-Programm, Text- und Tabellenverarbeitung und weitere Kommunikationshilfen. IBM packt letztlich seine Lotus-Programme ins Paket, sprich Lotus Notes oder das webbasierte INotes als Mailclient nebst dem Office-Programm Lotus Symphony und der Messaging und Collaboration-Software Lotus Sametime nebst der Webkomponente davon, Lotuslive. Smart Work lässt sich um diverse Lotus-Komponenten und Virtualisierungsmöglichkeiten erweitern.
IBM hat für die Verbreitung der Clients bereits Service Provider in Afrika gefunden und ist in Kontakt mit Universitäten, um das Software-Modell auch in den akademischen Focus zu rücken.

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