IBM tüftelt an Open-Source-Technologie für ältere Mitarbeiter

IBM und die Forschungsteams zweier Universitäten wollen in einem gemeinsamen Projekt Open-Source-Technologien an die Bedürfnisse älterer Mitarbeiter anpassen.

In den Industrienationen sei mittlerweile ein großer Anteil der Mitarbeiter nahe dem Rentenalter, während die Zahl jüngerer Mitarbeiter abnehme, erklärt IBM sein Interesse. Deshalb will der Konzern an Technologien arbeiten, mit der Menschen mit altersbedingten Einschränkungen produktiv bleiben können und den Anschluss behalten. Ziel ist es, barrierefreie Software zu schaffen, die besonders auf die Belange älterer Menschen eingeht.

Gemeinsam mit der Universität der schottischen School of Computing aus Dundee und der Miami Miller School of Medicine sollen sowohl Technologien zur Zusammenarbeit wie auch entsprechende Schulungsprogramme entwickelt werden. Die schottische Universität nutzt das Projekt für einen interdisziplinären Ansatz und will acht Fakultäten in das Projekt einbinden: Von den Computerfachleuten über die Psychologen bis hin zu den Mediendesignern. Als Basis für die Arbeit der amerikanischen Uni sollen die Forschungsergebnisse zweier Institute für Altersforschung dienen, des Center for Research and Education on Aging and Technology Enhancement (CREATE) und das Center on Aging. Der Schwerpunkt in Florida soll auf der Technologie in Arbeitsumgebungen liegen. Zum Beispiel will das Team spezifische E-Learning-Programme erarbeiten, die für ältere Mitarbeiter geeignet sind. Wegen der Bevölkerungsstruktur in Miami biete die Universität gute Voraussetzungen für die Forschung, ist doch Südflorida bekannt als Altersruhesitz.

Die Partnerschaft mit der Universität der schottischen School of Computing aus Dundee und der Miami’s Miller School of Medicine ist Teil von IBMs Universitätsprogramm Open Collaborative Research (OCR). Die im Rahmen dieses Programms entwickelte Software soll nach Verlautbarungen IBMs grundsätzlich als Open Source freigegeben und hieraus resultierende Patente kostenlos zugänglich gemacht werden.”Der Open Source-Ansatz ist für unsere Bemühungen besonders lohnend,” sagt Professor Peter Gregor, Leiter der School of Computing an der Universität Dundee, und weiter: “Denn das bedeutet, dass das erworbene Wissen und die entwickelten Systeme kostenlos für die Leute verfügbar sein werden, die sie benötigen, und natürlich für andere Entwickler.”

Das IBM-Forschungsteam unter der Leitung von Vicki Hanson beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren mit Software für ältere Mitarbeiter. Näheres über die bisherigen Ergebnisse steht auf der Unternehmenswebseite.

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