Auf der Hausmesse IBM Rational Software Development Conference in Orlando hat IBM seine Strategie für verteilte Software-Entwicklung vorgestellt. Zentrales Element soll das Entwicklerportal "Jazz" werden, das von der internen Nutzung nun öffentlich zugänglich wird.
Als Plattform für “Open Commercial Software Development” bezeichnet IBM Jazz. Hier sollen Entwickler zwar entsprechend dem Geist von Open Source weltweit zusammenarbeiten, jedoch bleiben Entwicklerportal und die Quellen der entwickelten Software Closed Source.
Der Leiter von IBM Rational Software, Danny Sabah, beschreibt IBMs Konzept als offen und kommerziell zugleich und hebt den Aspekt der möglichst reibungslosen technischen Zusammenarbeit hervor. Big Blue sieht die Software-Entwicklung in verteilten Teams als künftige Herausforderung. Jazz soll diese Aufgabe für die hauseigene Entwicklung meistern helfen. Partner, Kunden und freie Entwickler sollen unter diesem Dach zusammenarbeiten und ihre Anforderungen an Software formulieren, Fehler melden und das System der Software-Auslieferung verbessern. IBM bezeichnet Jazz als “transparentes Glied in der Lieferkette”. Mit dieser teilweisen Transparenz verspricht IBM seinen Kunden Einfluss auf die Entwicklung von Software.
Jazz.net gibt es seit zwei Jahren als unternehmensinternes Netz. Die Software basiert auf der Open-Source-Technologie Eclipse, der Code wurde jedoch laut IBM stark verändert und zu einem völlig neuen Produkt weiter entwickelt.



