HP Enterprise will den Supercomputerspezialisten SGI für 275 Millionen Dollar kaufen.
Wenn der geplante Deal die Hürden der Regulierungsbehörden nimmt, dann wäre das die größte Neuordnung im HPC-Umfeld seit dem Verkauf der x86-Sparte von IBM an Lenovo. Einer Pressemitteilung von HPE zufolge, verspricht sich der Käufer eine Stärkung seines HPC-Geschäfts, das zurzeit ein Volumen von 11 Milliarden Dollar hat und jährlich um sechs bis acht Prozent wächst. Noch einmal doppelt so schnell soll das Geschäft mit Big Data- und Analytics-Lösungen wachsen. Dazu sollen die rund 1100 SGI-Beschäftigten in Zukunft beitragen, die zuletzt einen Umsatz von 533 Milllionen Dollar pro Jahr erwirtschafteten.
Das 1981 gegründete Unternehmen SGI blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Anfangs war es vor allem für seine High-End-Grafikworkstations bekannt, verlegte sich aber später mehr auf Supercomputer. 1996 kaufte SGI Cray Research, das später weiterverkauft wurde und heute wieder als Cray Inc. fungiert. In seinen besten Tagen erzielte SGI bis zu 3,7 Milliarden Dollar Umsatz, aus dem aber schon damals nur ein geringer Gewinn erwuchs. Im Jahr 2006 und noch einmal 2009 war das Unternehmen bankrott. Die meisten Assets wurden an Rackable Systems verkauft, das die Marke weiterführte, in den letzten Jahren aber wiederum mit Verlust.




