Auf dem Open Stack Summit Tokyo 2015 gibt Hewlett-Packard am heutigen Dienstag die Fertigstellung der hauseigenen Enterprise-Open-Stack-Distribution Helion 2.0 bekannt.
Der Konzern erntet mit dem kommerziellen Enterprise-Produkt zum zweiten Mal die Früchte seiner umfangreichen gemeinnützigen Arbeit auf den Feldern der Cloudcomputing-Plattform Open Stack. HP Helion 2.0 fußt auf dem aktuellen stabilen Code von Open Stack Kilo. Den Kilo-Nachfolger Liberty hatte die Open Cloud Foundation erst vor zwei Wochen als final deklariert.
Helion Open Stack 2.0 erweitert Kilo um ein Enterprise-taugliches Lifecycle-Management, Sicherheitfunktionen und Support für HP- und Nicht-HP-Hardware. Für Admins im Zentrum steht Helions Fähigkeit, vorgenommene Konfigurationsänderungen über die rollenden Update und Upgrades persistent zu erhalten, was in Open Stack keien Selbstverständlichkeit ist. Upgrades und das Patchen verlaufen zudem ohne Downtimes. Fürs Lifecycle-Management lässt sich ein extra API benutzen.
Laut HP besitzt Helion eine gehärtete Plattform. Hinzu kommen Funktionen fürs Verfügbarkeits- oder Performance-verbessernde NIC-Bonding, die Multihypervisor-Fähigkeit auf KVM und VMware ESX sowie eingebaute Backup- und Restore-Controlplane-Erweiterungen mit Swift-Support. Helion-Kunden können Software-defined Storage sowie Software-defined Networks konfigurieren und kommen in den Genuss neuer oder verbesserter Adminkonsolen und Web-UIs.
Die im Zuge von Ein- oder Dreijahresverträgen anfallenden Kosten variieren nach Supportumfang und Serveranzahl. HP bietet zudem ein auf Helion abgestimmtes Schulungsprogramm an.
Hewlett-Packard macht bereits seit Mitte 2011 bei diversen Open-Stack-Projekten mit. Nach eignen Angaben haben insgesamt 210 hauseigene Entwickler Code zu Open Stack Liberty beigetragen, die Firma sei gemessen in Codezeilen, Commits, Reviews führend. Außerdem ist der Konzern ist Platinum Founding Member der Foundation, stellt zurzeit einen der Direktoren im Board und acht Mitglieder im Project Team Lead (PTL).




