Die Softwarefirma HOB hat das Herzstück ihrer Remote-Desktop-Produkte, den Web Secure Proxy, auf Linux und Unix portiert.
Ein solcher Proxy-Server findet in der Regel in der DMZ eines Betriebs Platz. Er erlaubt den Zugriff auf Rechner innerhalb des Unternehmensnetzwerks aus dem Internet. Der SSL-Proxy von HOB verwendet dazu nach außen den HTTPS-Port 443. Daneben fungiert er als Webserver, der die Clientsoftware als plattformunabhängiges Java-Applet an den Browser des Benutzers liefert.
Auf diesem diesem Prinzip baut die komplette Produktsuite HOB Remote Desktop VPN auf. Sie unterstützt den SSL-geschützten Zugriff auf traditionelle Host-Terminal-Programme (Lizenz pro Arbeitsplatz ab 130 Euro), Unix-/Linux-Rechner, Windows-Terminal-Server (ab 160 Euro) sowie auf verschiedene andere Windows-Varianten.
Beim Zusammenspiel mit dem Microsoft-Betriebssystem streicht der Hersteller zwei Besonderheiten heraus: Mit dem Produkt Desktop-on-Demand (Lizenz ab 230 Euro) können Anwender ihren XP- oder Vista-Arbeitsplatzrechner von außen aufwecken, Desktop-on-Blade (Lizenz ab 325 Euro) reserviert ein Blade exklusive für einen einzige Benutzer, der dort rechenintensive Anwendungen wie CAD-Programme ausführt.
Speziell an Benutzer Unix-artiger Systeme richtet sich HOB X11 Gate, das X-Anwendungen im Internet zur Verfügung stellt. Vor dem Transport wandelt es das Unix-Protokoll allerdings in das sparsamere RDP-Protokoll um.
Der HOB Web Secure Proxy ist verfügbar für Linux auf x86- EM64T- und Itanium-Prozessoren, Windows, Solaris und AIX. Auf Unix-Servern empfiehlt der Hersteller den Einsatz einer JVM mit Java 1.2 Standard Edition.
Auf der Münchner IT-Messe Systems 2007 präsentiert die fränkische Firma HOB ihre Produkte am Stand 507 in Halle B3.



