Heliumgefüllte Platten sollen Bilder von Schwarzem Loch speichern

Heliumgefüllte Festplatten arbeiten als einzige zuverlässig in einem mexikanischem Hochgebirgsobservatorium, das Bilder eines Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße einfangen will.

Das Projekt „Event Horizon Telescope“ (EHT), ein Zusammenschluss von weltweit 34 Universitäten und Observatorien, an dem unter anderem das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und die Goethe-Universität Frankfurt a. M. beteiligt sind, steht kurz davor, das historisch erste Bild eines Schwarzen Lochs aufzuzeichnen. Die Bilddaten landen auf heliumgefüllten HelioSeal-Festplatten von HGST, weil normale luftgefüllte Platten in der großen Höhe des mexikanischen Observatoriums versagen. Zudem bieten sie die benötigten Kapazitäten.

Über einem Verbund aus zehn einzelnen Teleskopen stellt das EHT ein virtuelles Radioteleskop her, dessen Parabolantenne dem Durchmesser der gesamten Erde entsprechen würde und das Objekte bis zu 2 000-mal höher auflösen kann als das Weltraumteleskop Hubble. Dafür zeichnen die Teleskope Daten mit einer Transferrate von 64 Gigabits pro Sekunde auf, die daraus resultierenden Petabytes an Daten werden an zentraler Stelle zusammengeführt.

Das Aufnahmeobjekt ist das schwarze Loch Sagittarius A*, das vier Millionen Mal mehr Masse als die Sonne hat und im Zentrum der Galaxie der Milchstraße liegt, wo Gase und Staub das Vordringen von optischem Licht verhindern und die Sicht versperren. Radiowellen dagegen können die Tiefe des Gravitationsfelds von Sagittarius A* ungehindert verlassen und den Weg von 25 000 Lichtjahren bis zur Erde zurücklegen.

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