GStreamer 1.20: Major-Release des Multimedia-Frameworks

Das GStreamer-Team hat eine neue Version des plattformübergreifenden Multimedia-Frameworks angekündigt.

Eine Neuerung betrifft die Entwicklung in GitLab, die nun auf ein einziges Git-Repository umgestellt worden sei, das alle Module enthalte, heißt es in der Ankündigung. Diese Zusammenführung der Repositories betreffe hauptsächlich GStreamer-Entwickler und -Mitwirkende sowie alle, deren Arbeitsabläufe auf den GStreamer-Git-Repositories basieren, teilen die Entwickler mit. Das Mono-Repository befindet sich im bestehenden GStreamer Core-Git-Repository in GitLab im neuen Main-Zweig. Dort sollen nun auch alle zukünftigen Entwicklungen stattfinden.

GStreamer 1.20 bringe mit GstPlay eine neue High-Level-Playback-Bibliothek mit, die GstPlayer ersetze, heißt es weiter. Das GstPlayer-API gelte damit als veraltet und solle in einer künftigen Version komplett entfernt werden.

Auch brächten encodebin und transcodebin jetzt intelligentes Encoding (Pass-Through) für VP8, VP9 und H.265 mit. Die GstVideoDecoder-Base-Class bringen nun verschiedene neue APIs mit, mit denen Paketverluste und Datenkorruption automatisch und standardmäßig besser zu behandeln seien. Insbesondere in RTP-, RTSP- und WebRTC-Streaming-Szenarien komme dies zum Einsatz. Die Ankündigung nennt weitere neue Features.

Das nächste Major-Feature-Release werde Version 1.22 sein. Der gehe die unstable Entwicklungsversion 1.21 voraus. GStreamer 1.22 könnte dann im August 2022 erscheinen, sollten keine größeren Hindernisse auftauchen, teilen die Entwickler mit.

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