Graph Query Language (GQL) soll ISO-Standard werden

GQL, die Query Language für Graph-Datenbanken, soll ISO-Standard werden. Laut Neo4j sei es die erste ISO-zertifizierte Datenbanksprache seit SQL.

Die Graph Query Language (GQL) soll ein ISO-Standard werden. Das hat die International Organization for Standardization (ISO) beschlossen. Die deklarative Programmiersprache für den Zugriff auf Property-Graphen würde damit die zweite ISO-zertifizierte Datenbanksprache nach SQL. Dessen Zertifizierung liegt zwar 30 Jahre zurück, SQL ist aber noch immer im Einsatz. Die GQL-Entwickler wollen zugleich die Kompatibilität und Interoperabilität von GQL und SQL wahren.

Anders als SQL-Datenbanken speichern Graph-Datenbanken Datensätze als Knoten und ihre Verbindungen als Kanten. Das vereinfacht und beschleunigt Datenbankabfragen, die nach Verbindungen suchen und Muster zwischen Daten sichtbar machen möchten. Zu den Graph-Modellen gehört der Property-Graph, bei dem sowohl Knoten als auch Kanten mehrere Eigenschaften (Properties) besitzen dürfen.

Allerdings gibt es verschiedene Graph-Datenbanken und verschiedene Sprachen, die auf die Property-Graphen zugreifen. Das zu vereinheitlichen hat sich 2018 unter anderem Neo4j auf die Fahnen geschrieben und mit GQL eine Sprache entwickelt, die Eigenschaften aus PGQL, G-Core und Cypher vereint. Ein GQL-Manifest wurde veröffentlicht, um die Standardisierung der Sprache voranzutreiben. Das zählt nicht nur die Graph-Datenbanken der verschiedenen Hersteller auf, sondern argumentiert auch, dass eine einheitliche Sprache das Feld der Graph-Datenbanken für alle Beteiligten voranbringen wird. Die geplante ISO-Zertifizierung zeigt, dass die Entwickler damals offenbar einen Nerv getroffen haben.

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