Googles Chrome für Linux - Testversion mit Installationswarnung

Google stellt heute erste Testversionen von Chrome für Linux und MacOS bereit.

In Googles Developer Channel finden sich .deb Pakete für Debian und seine Derivate wie etwa Ubuntu. Nutzer anderer Systeme sind momentan auf sich gestellt, Google sagt jedoch, dass ein Zerlegen und händisches Installieren der “.deb”-Pakete möglich sein sollte, die finale Version wird – wie schon Google Earth – auf zahlreichen weiteren Linux-Flavors laufen. Die ebenfalls angebotene 64-Bit-Version ist wohl nur eine etwas anders verpackte 32-Bit-Version, sie macht ersten Berichten zufolge wohl auch mehr Probleme als diese.

Google warnt, dass die Installation des .deb-Pakets das Google-Repository hinzufügt, um automatisch Updates zu beziehen. Wer das nicht will solle per sudo touch /etc/defaults/google-chrome eine Dummy-Datei erstellen, die dies verhindert. Die Linux-Community hat die 32-Bit-Version für einen Schnelltest unter Ubuntu 9.04 installiert.

Googles Chrome ist, genau wie der Community-Build von Chromium, noch nicht feature-complete. Momentan fehlt beispielsweise noch die Unterstützung für Plugins jeglicher Art (z.B. Java, Flash), sämtliche Druck-Funktionen und die Unterstützung für Google Gears. In zahlreichen Dialogfenstern findet sich nur ein TODOoder gar nichts, wie beispielsweise beim Element-Inspektor. Google warnt explizit, dass diese Version nur für interessierte Entwickler gedacht ist und in keiner Weise für normale Endanwender.

Was jedoch schon recht gut funktioniert ist das Seiten-Rendering selbst, testweise luden wir diverse Seiten, die stark auf dynamischem AJAX-Content setzen, diese renderte Chrome ebenso korrekt wie Seiten mit komplexen Stylesheets. Die Geschwindigkeit kann jetzt schon beeindrucken: Chrome fühlte sich deutlich flotter an als ein topaktueller Firefox auf demselben Rechner.

Obwohl Google erwähnt, dass die unreife Chrome wohl häufig abstürzen wird und bei der Installation um Erlaubnis bittet, die beim Absturz generierten Crashreports automatisch an Google zu schicken, konnten wir die Testversion nicht aus der Ruhe bringen.

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