Die weithin bekannte US-amerikanische Bildagentur Getty Images, eine der größten der Welt, verbietet den Handel mit Bildern, die von einer KI erzeugt wurden. Der Grund sind Bedenken wegen der unklaren Urheberrechtslage.
Wie der CEO der Agentur, Craig Peters, dem Magazin The Verge berichtete, gäbe es ernste Bedenken hinsichtlich des Urheberrechts an den Ergebnissen der KI-Modelle und ungelöste Rechtsfragen in Bezug auf die Bilder, die Bild-Metadaten und die abgebildeten Personen. Der Handel damit setze die Agentur deshalb einem rechtlichen Risiko aus. Dem wolle man im Interesse der Kunden vorbeugen.
Zwar behaupten die Entwickler der KI-Modelle, deren Ausgaben seien legal, aber diese Ansicht scheint nicht in jedem Fall gesichert zu sein. Modelle wie etwa Stable Diffusion werden mit Bildern trainiert, die aus Blogs, von Nachrichtenseiten oder auch aus Bilddatenbanken stammen. Diese Nutzung ist in den USA noch legal und von der Fair-Use-Doktrin gedeckt. Fragwürdig wird das aber, wenn die entstandenen Bilder dann kommerziell gehandelt werden. Auch Getty-Konkurrent Shutterstock scheint solche Bilder deswegen auszusortieren, auch wenn er noch kein explizites Verbot erlassen hat. Allerdings ist es kein leichtes Unterfangen, derartige Bilder zu erkennen, auch ist der Prozess bis jetzt nicht vollständig automatisierbar.
Bilderzeugende KI-Modelle (wie DALL-E, Craiyon oder Midjourney) bedienen sich generell bei Werken anderer Künstler. Ein davon abgeleitetes Kunstwerk kann deswegen theoretisch Dutzende oder sogar Hunderte Fragmente fremder Werke enthalten. Es existiert sogar bereits diese Webseite, die herausfinden soll, ob eigene Bilder des Nutzers in einem der größten Trainingsdatensätze für KI namens LAION-5B stecken, der knapp 6 Milliarden Bilder enthält.




