Eine Umfrage, initiiert vom Beratungsunternehmen Gallup, der Walton Family Foundation und GSV Ventures, einem Risikokapitalgeber, der im Bildungsbereich tätig ist, hat ergeben, dass der Prozentsatz der 14- bis 29-jährigen, die KI hoffnungsvoll gegenüberstehen, drastisch gefallen ist: von 27 Prozent im letzten Jahr auf jetzt nur noch 18 Prozent.
“In den meisten Fällen sind die Angehörigen der Generation Z zunehmend skeptisch und negativ geworden – und das, obwohl sie schon letztes Jahr nicht besonders positiv eingestellt waren”, sagte Zach Hrynowski, ein leitender Bildungsforscher bei Gallup, der an der Umfrage mitgearbeitet hat. Zwar bestätigten viele der Antwortenden, dass KI sie in Schule und Beruf produktiver machen könnte. Zugleich sind sie aber besorgt, dass die Technik ihre Kreativität und die Fähigkeit zu kritischem Denken untergraben könnte.
Besonders junge Arbeitnehmer zeigten sich skeptisch. Fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer fürchten, die Risiken der KI überwiege die möglichen Vorteile. Das bedeutet ein Anstieg um 11 Punkte verglichen mit dem Vorjahr. Nur 15 Prozent sahen unter dem Strich einen Gewinn. Dabei gab fast die Hälfte zu Protokoll, KI täglich oder mindestens wöchentlich zu nutzen. Weniger als 20 Prozent greifen nie auf KI zurück. Eine ebenfalls spannende Erkenntnis: Die jüngsten Umfrageteilnehmer verwenden KI am meisten.
Für ihre reservierte Haltung nannten die Befragten unterschiedliche Gründe. Dazu zählen das potenziellen Wegfallen von Einstiegsjobs, die Verdrängung menschlicher Interaktion und KI-generierte Fehlinformationen in beispielsweise sozialen Medien.
Trotzdem sehen die Forscher bei Gallup noch Entwicklungspotenzial hinsichtlich der Einstellung junger Menschen gegenüber KI. Neben den eher negativ konnotierten Gefühlen ruft die rasante technische Entwicklung bei den Befragten auch Neugier, Spannung und Hoffnung hervor.





