Das IT-Marktforschungsinstitut Gartner empfiehlt Firmen, IBMs angekündigte Angebote rund um die "Blaue Wolke" nur als ersten, großen Schritt in Richtung Cloud Computing zu betrachten.
Unternehmen, die sich mithilfe von IBMs eine Cloud-Computing-Architektur selbst bauen wollen, sollten Blue Cloud in ihre Erwägungen einbeziehen, lautet die Bewertung der US-Marktforscher. Firmen die das Cloud Computing als Service einfach nur nutzen wollen, zählen laut Gartner nicht zur Zielgruppe. Da IBM Blue Cloud nicht als externe Infrastruktur-Lösung anbiete, betrachten die Marktbeobachter aus Connecticut in ihrer Analyse Blue Cloud auch nicht als Angebot von Cloud Computing. Das schließe aber nicht aus, dass IBM in Zukunft eben solche Angebote auf Basis der Blue-Cloud-Technologie vorlegen werde.
Die zeitliche Entwicklung von Blue Cloud schätzen die Marktforscher so ein: Frühestens ab der zweiten Hälfte 2008 werde IBM breitenwirksame Angebote machen können. Ab Mitte 2009, vermutet Gartner, werde IBM neue Hardware-Plattformen, Software und Serviceleistungen anbieten, die auf Cloud Computing hin optimiert sind. Damit könnte IBM dann Anwendungen im Stil von SaaS anbieten oder Kunden ermöglichen, sie anzubieten. Nicht vor 2010 werde Blue Cloud sich mit zusätzlichen Angeboten, weiteren Herstellern und Technologiestandards als Produktlandschaft stabilisiert haben.
IBMs Blaue Wolke besteht laut einer Meldung von IBM aus Open-Source-Software und offenen Standards (wir berichteten). Die Software soll die Arbeitslast optimal auf die Server verteilen. Damit möchte IBM eine Infrastruktur für das IT-System einer Firma anbieten, in der mehrere Rechenzentren als zusammenhängende Ressource organisiert sind, und die dann weltweit zugänglich ist, analog zum Internet.



