Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat in einer Befragung unter leitenden und am Einkauf beteiligten Managern herausgefunden, dass Firmen ihre Beschaffungen im Technologiebereich später oft bereuen. 56g Prozent der Unternehmen gaben an, dass sie ihre größte technologiebezogene Anschaffung der letzten zwei Jahre in hohem Maße bereuen.
Gartner hatte im November und Dezember 2021 1120 Teilnehmer in Nordamerika, Westeuropa und Asien/Pazifik befragt, um herauszufinden, wie Unternehmen bei der Beschaffung von Unternehmenstechnologie vorgehen. Die Befragten mussten mindestens eine leitende Position innehaben, über groß angelegte Beschaffungsmaßnahmen für Technologie in den letzten zwei Jahren informiert sein und direkt an der Bewertung oder Auswahl von Produkten oder Dienstleistungen für Technologieprojekte beteiligt sein.
Weitere Erkenntnis aus der Umfrage: 67 Prozent der Personen, die an Entscheidungen über den Kauf von Technologien beteiligt sind, sind laut Gartner nicht in der IT-Abteilung tätig. Das bedeute, dass inzwischen jeder für sein Unternehmen ein Technologie-Einkäufer sein kann. Es entstehe dadurch eine Kluft zwischen Unternehmen, die Technologie selbstbewusst einsetzen und kaufen und der großen Mehrheit, die dies nicht tut. Für Technologieanbieter erwachse daraus die Notwendigkeit, neue Ansätze zu entwickeln, um diese verschiedenen Arten von B2B-Kunden zu identifizieren und anzusprechen und um vorherzusagen, mit welcher Art von Kunden sie es zu tun haben. So ließen sich dann die Chancen auf gute Geschäfte zu verbessern, lässt Gartner wissen.
Die Umfrage ergab zudem, dass die Unternehmen, die ihren Kauf sehr bedauerten, im Durchschnitt 7 bis 10 Monate länger brauchten, um diesen Kauf abzuschließen. “Langsame Kaufentscheidungen können zu frustrierten Teams, verschwendeter Zeit und Ressourcen und möglicherweise sogar zu einem langsameren Wachstum des Unternehmens führen”, kommentierte Hank Barnes, Analyst bei Gartner.




