FSF-Summit zu Open Source in der SaaS-Ära

Die Free Software Foundation (FSF) fürchtet um die Freiheit von Software und Anwendern bei Webanwendungen. Ein Mini-Summit im März soll sich der Frage annehmen.

Am 16. März wollen die FSF-Vorstandsmitglieder Benjamin Mako Hill und Henri Poole einen kleinen Kreis von Open-Source-Aktivisten versammeln. Ihrer Meinung nach haben in den letzten Jahren SaaS, Webanwendungen und server-based Computing die Fassbarkeit freier Software verkompliziert. Die Summit-Teilnehmer sollen jetzt neue Fakten erörtern – beispielsweise, dass Software as a Service (Saas) Nutzung und Vertrieb von Software trennt. Das Copyleft der GPL geht jedoch davon aus, dass zum Beispiel modifizierte Web-Anwendungen auch dem Modifizierer gehören. Besitz und Kontrolle von Software müssen nach Ansicht der FSF auch deswegen überdacht werden, weil Software den PC als Anwenderplattform verlässt und damit das Verhältnis zwischen Anwendern und Software neu setzt.

Mako Hill ist von Beruf Consultant und als MIT-Fellow, Free-Software-Aktivist und Debianer positioniert er sich in der Szene. Zur Zeit steuert er nach Angaben der FSF Code zum One-Laptop-per-Child-Projekt bei. Henri Poole ist Mitgründer der Open-Source-nahen Internet-Beratungsfirma Civic Actions. Als einer der Vorsitzenden von Affero, eines ebenfalls Open-Source-nahen Webspace-Anbieters, hat er nach Angaben der FSF die Affero Public License initiiert. Die Affero-Lizenz ist der Vorgänger der auf GPLv3 basierenden GNU-Affero-Lizenz, die im November 2007 in Version 3 erschienen ist (Linux-Magazin Online berichtete).

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