Die stabile Version 3.8.0 von GNU Octave, einer Software zum Lösen von Aufgaben in der numerischen Mathematik, bringt nun eine grafische Oberfläche mit und erlaubt den Einsatz von OpenGL-Grafik.
Die GUI der unter GPL stehenden Software haben die Entwickler noch nicht standardmäßig aktiviert, das soll in Version 4.0 passieren. Aktuell lässt sich die grafische Oberfläche von Octave über die Option “–force-gui” aufrufen. Die Entwickler bitten um Bug-Reports und freuen sich über Software-Entwickler, die an der GUI arbeiten möchten.
Um Grafiken zu zeichnen, verwendet Octave neuerdings OpenGL, alternativ lässt sich in der Datei “~/.octaverc” Gnuplot einstellen. Das Drucken oder Speichern von Figuren, die OpenGL verwenden, passiert über die Bibliothek Gl2ps. Fehlt diese im Paketmanager, muss der Anwender zum Quellcode greifen. Octave verwendet ansonsten zu Matlab kompatible eingebettete Funktionen, die sich nur über die umschließenden Funktionen auslesen lassen, was private Funktionen erlaubt und Namenskonflikte vermeidet.
Nicht zuletzt gibt es einige kleinere Änderungen an der Syntax, welche eine ausführliche News-Datei auflistet. Herunterladen lässt sich Quellcode der GPL-Software über die Downloadsektion der Webseite, installierbare Pakete für die neue Version dürften bald folgen.




