Entwickler Bob Mottram hat Version 4.0 seiner Debian-basierten Distribution Freedombone veröffentlicht. Die erlaubt es, typische und untypische Internetdienste lokal zu betreiben, darunter Wikis, Chat-Server und Kollaborationswerkzeuge.
Bei Freedombone handelt es sich um eine Distribution mit einem angepassten Debian 10. Neu in Version 4.0 ist die Integration von Wireguard als VPN-Technologie. Zudem verwendet die Distribution Nftables für die Firewall und bringt Support für das RSS-Format mit. An neuen Apps sind Pixelfed (Offene Fotosharing-Plattform), Mpd (Music Player Daemon), Zap (Fernseh-App) und Grocy (ERP für die Küche) an Bord. Apps mit Teilnehmer-Accounts sind besser integriert, zudem liefert Freedombone 4.0 Support für Community-Netzwerke wie Guifinet.
Kein Social Media mehr
Die Fediverse-Server hat die Distribution hingegen ebenso entfernt wie die freien sozialen Netzwerke GNU Social, Postactiv und Pleroma. Laut Mottrams Ankündigung machen der Einsatz und die Pflege eines Angebots im Fediverse zur Zeit einfach zu viel Arbeit und sei der Betrieb ohne ausgefeilte Blockliste unbefriedigend. Er hoffe auf eine Low-Maintainance-Variante eines Fediverse-Servers in der Zukunft. Die Kommunikation mit der Außenwelt müssen Anwender hingegen nicht einschränken, dafür sorgen eine Reihe von Apps. Dazu zählen etwa Etherpad, IRC- und XMPP-Server, Wikis und das E-Mail-Programm Mailpile.
Wer Fragen zu dem System hat, findet diese in einer ausführlichen FAQ beantwortet. Zum Lieferumfang von Freedombone gehören Images für Single Board Computer (Beagle Bone Black) und Desktoprechner sowie Laptops. Auch eine Palette von Onion-Images sind auf der Download-Seite zu finden, die nur Onion-Adressen verwendet. Dank diesen kommt der Betreiber ohne Domainnamen oder den Einsatz von DynDNS aus, weil diese Systeme den Traffic über Tor leiten.



