FreeBSD warnt vor Ping-Sicherheitslücke

Die Entwickler von FreeBSD haben ein Advisory für eine über das Ping-Programm ausnutzbare Sicherheitslücke herausgegeben. Über das Ping-Kommando könnte unter Umständen Schadcode eingeschmuggelt werden, heißt es in der Warnung der Entwickler.

Anwender von FreeBSD müssen ihr System auf den neuesten Stand bringen, um das Problem zu beheben, heißt es in der Meldung. Die jeweilige Vorgehensweise dafür ist im Advisory beschrieben.

Mit Ping lässt sich die Erreichbarkeit eines entfernten Hosts mit Hilfe von ICMP-Nachrichten testen. Um ICMP-Nachrichten zu senden und zu empfangen, verwendet Ping RAW-Sockets und benötige daher erhöhte Rechte, teilen die FreeBSD-Entwickler mit.

Ping lese IP-Pakete aus dem Netz, um die Antworten mit der Funktion pr_pack() zu verarbeiten.  Als Teil der Verarbeitung muss ping den IP-Header, den ICMP-Header und, falls vorhanden, ein “zitiertes Paket” rekonstruieren, das das Paket darstellt, das einen ICMP-Fehler erzeugt hat, teilt FreeBSD mit.  Das “quoted packet” habe wiederum einen IP-Header und einen ICMP-Header.

Die Funktion pr_pack() kopiere die empfangenen IP- und ICMP-Header zur weiteren Verarbeitung in Stack Buffers.  Und dabei entstehe das Problem, weil das mögliche Vorhandensein von IP-Options-Headern nach dem IP-Header weder in der Antwort noch in dem zitierten Paket berücksichtigt werde. Sei diese IP-Optionen vorhanden, überlaufe pr_pack() den Zielpuffer um bis zu 40 Bytes, heißt es weiter.

Dieser Speichersicherheitsfehler könne von einem entfernten Host ausgelöst werden und das Ping-Programm zum Absturz bringen.  Es sei auch möglich sein, dass ein bösartiger Host die eine Remotecodeausführung in Ping auslöse.

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