Unter IT-Fachkräften in IT- und Telekommunikationsunternehmen ist nur jede zwanzigste eine Frau. Das hat der Digitalverband Bitkom in einer Befragung von mehr als 500 ITK-Unternehmen herausgefunden. Viele Unternehmen wollen das ändern.
Der Frauenanteil der Belegschaft in der ITK-Branche insgesamt liegt 2023 mit durchschnittlich 15 Prozent in etwa auf Vorjahresniveau (14 Prozent). Große Unternehmen ab 500 Beschäftigten seien etwas weiter und könnten im Durchschnitt jede vierte Position (26 Prozent) mit einer Frau besetzen. Bei mittleren Unternehmen (50 bis 499 Beschäftigte) liege der Anteil bei 16 Prozent. In kleinen Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten seien es 14 Prozent, teilt der Bitkom mit. In jedem fünften kleinen Unternehmen finde sich sogar keine einzige Frau in der Belegschaft.
Der geringe Frauenanteil liege auch daran, dass sich deutlich mehr Jungen als Mädchen nach der Schule für eine Ausbildung oder ein Studium im Bereich der IT entscheiden. Im Durchschnitt sei nur eine von 20 Auszubildendenstellen (5 Prozent) im IT-Bereich mit einer Frau besetzt, heißt es weiter.
Viele Unternehmen wollen das Problem angehen. 2023 habe schon knapp jedes dritte Unternehmen (31 Prozent) Ziele zur Erhöhung von Frauenanteilen verankert. 19 Prozent planten dies konkret, 24 Prozent diskutierten es, hat die Umfrage ergeben. 22 Prozent sagen, dass solche internen Zielsetzungen für sie kein Thema sind. Wer sich keine Ziele steckt, begründet die Zurückhaltung vor allem mit dem Fehlen qualifizierter Bewerberinnen (72 Prozent). Schlicht keinen Handlungsbedarf sehen hingegen nur 8 Prozent.




