FOSDEM 2008: Schöner installieren mit PackageKit

Das Paketieren und Installieren von Software war eines der Themen der FOSDEM-Vorträge am Sonntagnachmittag. Besonders ambitioniert zeigte sich dabei Richard Hughes vom PackageKit-Projekt.

Im seinem Vortrag ging der Entwickler hart mit den bestehenden Paketmanagementsystemen ins Gericht: Sie hätten für jede Distribution das Rad neu erfunden und kümmerten sich kaum um die Bedürfnisse der Anwender. Dazu komme noch die Sprache von Technik-Insidern und schlechte Übersetzungen. Lediglich Ximians (nun Novell) Red Carpet habe vor Jahren schon einiges richtig gemacht.

Hier brachte Hughes PackageKit ins Spiel. Es verwendet verschiedene Backends für die distributionsspezifischen Paketmanager und bietet den Anwendern eine einheitliche Schnittstelle, die für Kommandozeile sowie als Qt- und als Gnome-Anwendung erhältlich ist.

Packagekit verwendet PolicyKit zur Athentifikation, unpriviligierte Benutzer dürfen Pakete suchen und aktualisieren, aber nicht installieren oder entfernen.

Laut Hughes hat das Projekt in rund 6 Monaten aus dem Nichts bereits rasche Fortschritte gemacht. Das liege unter anderem an einem schnellen Git-Repository-Server, auf dem sich im Handumdrehen Benutzerkonten für neue Entwickler anlegen lassen – und sei es nur für einen einzelnen Patch.

Derzeit unterstützt die Software unter anderem Apt, Yum und Smart, das neue Suse-System Zypp ist in Arbeit. Das GPLv2-lizenzierte PackageKit soll in Fedora 9 enthalten sein, auch andere Distributionen sollen bereits Interesse gezeigt haben. Richard Hughes betonte, dass sie nur für ein Backend sorgen müssten, den Rest stelle das PackageKit-Projekt.

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