Forgejo geht unter Copyleft-Lizenz

Forgejo, eine selbst gehostete, leichtgewichtige Software-Entwicklungsplattform wird von einer inklusiven Gemeinschaft unter dem Dach von Codeberg e.V., einer demokratischen Non-Profit-Organisation, zur Verfügung gestellt. Mit Forgejo 9 ist eine neue Version der auf Git aufbauenden freien Software-Schmiede erschienen, die eine Copyleft-Lizenz wählt.

Codeberg e.V betont, dass es sich bei Forgejo ausschließlich um Freie Software handelt. Die lasse sich nutzen, indem man ein Konto bei Codeberg und anderen Instanzen einrichtet oder sie herunterlädt, um sie selbst zu hosten. Der Schwerpunkt liege auf Sicherheit, Skalierung, Föderation und Datenschutz, betont Codeberg.

Wem Stabilität wichtiger ist als neue Funktionen, sollten statt der neuen Version 9.0 besser Forgejo 7.0 verwenden: Dabei handle es sich um eine Long Term Support-Version, die bis zum 16. Juli 2025 Fehlerbehebungen erhält. Forgejo 9.0 werde bis zum 15. Januar 2025 unterstützt, wenn Forgejo 10.0 veröffentlicht werde.

Forgejo 9.0 sei die erste Version, die nach einem Jahr der Diskussion unter einer Copyleft-Lizenz veröffentlicht werde. Einer der Beweggründe für diese Änderung sei die Erkenntnis, dass sich im Laufe der Jahre ein Muster herauskristallisiert habe, für das Redis, CockroachDB, Terraform und viele andere Beispiele stehen. Sie wurden proprietär, weil Menschen ihren eigenen finanziellen Gewinn über das Interesse der Allgemeinheit stellten. Forgejo-Administratoren müssen sich über dieses Damoklesschwert keine Gedanken mehr machen: Eine Neulizenzierung als proprietäre Software ist nicht erlaubt, teilt der Verein mit.

Die Auswirkungen der Lizenzänderung sei im Hinblick auf die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Forgejo sorgfältig geprüft worden, heißt es weiter. Jemand könnte sich etwa dafür entschieden haben, Copyleft-Software zu vermeiden, zum Beispiel, weil sie in einem Unternehmen nicht erwünscht ist. Forgejo hängt jedoch von Git ab, einer der erfolgreichsten Copyleft-Software. Sowohl Forgejo als auch Git müssten zusammen verwendet werden, entweder als einzelne Binärdateien oder gebündelt in den offiziellen Container-Images. Die Lizenz von Git ist GNU GPL v2, eine weitere Version der gleichen Copyleft-Lizenz.

Der Großteil der Codebasis von Forgejo sei immer noch MIT-lizenziert, aber es werde erwartet, dass mit der Zeit immer mehr Dateien zur GNU GPL v3+ wechseln werden. Mit der bemerkenswerten Ausnahme der API-Swagger-Datei, die MIT ist und bleibe, um klarzustellen, dass es die Absicht der Forgejo-Autoren sei, dass sie für die Interoperabilität ohne Einschränkungen verwendet werde. Es handle sich nicht um ein Originalwerk und die Durchsetzung des Urheberrechts auf diese Datei wäre wahrscheinlich ohnehin schwierig.

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Atalanttore
1 Jahr her

“Einer der Beweggründe für diese Änderung sei die Erkenntnis, dass sich im Laufe der Jahre ein Muster herauskristallisiert habe, für das Redis, CockroachDB, Terraform und viele andere Beispiele stehen. Sie wurden proprietär, weil Menschen ihren eigenen finanziellen Gewinn über das Interesse der Allgemeinheit stellten.”

Sich von Big-Tech-Schmarotzern ausnutzen zu lassen, ist also das Interesse der Allgemeinheit.

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