Flutter ist ein freies Softwareentwicklungskit für User Interfaces, das von Google entwickelt wurde. Jetzt wurde mit Flock ein Fork angekündigt.
Flutter lässt sich verwendet werden, um plattformübergreifende Anwendungen aus einer einzigen Codebasis für das Web, Fuchsia, Android, iOS, Linux, MacOS und Windows zu entwickeln. Die Entwickler hinter dem Fork Flock begründen ihren Schritt damit, dass Flutter im Lauf der Jahre Millionen von Entwicklern angezogen habe und sich vom UI-Toolkit für Mobilgeräte mit iOS und Android massiv weiter entwickelt habe und Unterstützung für das Web, Mac, Windows und Linux hinzugefügt habe. Trotz dieser Ausweitung des Umfangs und der Verantwortung sei das Flutter-Team nur geringfügig gewachsen. Um die verfügbaren Arbeitskräfte von Flutter zu erweitern und die Entwicklung zu beschleunigen, solle nun der Fork von Flutter, genannt Flock sorgen.
Den Schätzungen des Forks zufolge gibt es 1.000.000 Entwickler, die mit Flutter arbeiten. Google nenne zwar keine Zahlen, aber das Flutter-Team lasse sich auf etwa 50 Personen schätzen. Das seien nur 50 Leute, die sich um die Bedürfnisse von 1.000.000 Menschen kümmern. Dieses Verhältnis sei für eine Kundenbetreuung nicht praktikabel. Aufgrund unternehmensweiter Probleme bei Google wurde die Zahl der Mitarbeiter des Flutter-Teams um das Jahr 2023 herum eingefroren, und Anfang 2024 erfuhren wir dann von einer kleinen Anzahl von Entlassungen. Es scheine, dass das Team nun durch Outsourcing wieder wachse, aber es sei unwahrscheinlich, dass sich die Größe des Flutter-Teams in nächster Zeit verdopple oder vervierfache. Erschwerend komme hinzu, dass Googles Neuausrichtung auf KI das Flutter-Team dazu veranlasst habe, allen Desktop-Plattformen weniger Priorität einzuräumen. In diesem Moment befindet sich das Flutter-Team für drei der sechs unterstützten Plattformen im Wartungsmodus. Desktop ist möglicherweise der größte ungenutzte Wert für Flutter, aber er stagniere jetzt.
Der Fork Flock sucht nun selbst Helfer, der die Betatests und Reviews machen oder sich gleich als Führungskraft für eine Plattform melden. Im Blogbeitrag von Matt Carroll sind Details genannt.





