Flashback: Adobe reanimiert Flash für Linux

Flash stirbt offenbar erst, wenn der neue Berliner Flughafen eröffnet: Adobe will die NP-API-Version des Flashplayer für Linux nun doch weiterpflegen, um die “Leiden der Linux-Community zu lindern”.

Anders als die von Chrome und Chromium verwendete PP-API-Version, die im Gleichschritt mit den Flash-Versionen für Windows und OS X marschiert, wollte und hat Adobe die NP-API-Variante in den letzten vier Jahren nur noch mit Security Fixes versehen. Nun hat es sich das Unternehmen offenbar anders überlegt und die NP-API-Version 11.2 auf die aktuelle Version 23 modernisiert.

Damit will man nicht nur die “Leiden der Linux-Community mildern”, sondern auch die Sicherheit verbessern. Laut Ankündigung kippt Adobe auch die angekündigten Pläne, die NP-API-Releases für Adobe im Jahr 2017 zu stoppen. Vielmehr will man nun beide Flash-Releases regelmäßig aktualisieren und synchron zu den Mac- und Windows-Varianten veröffentlichen.

Doch es gibt einen Wermutstropfen für die begeisterten Fans des Flashplayer: Weil es sich dabei vor allem um eine Security-Initiative handele, will Adobe die 3D-Beschleunigung via GPU und Premium-Video-DRM nicht vollständig implementieren. Hierfür sollten die Linux-Nutzer zur PP-API-Variante von Flash greifen. Zugleich glaubt Adobe, dass die neue Version in Sachen Funktionalität, Stabilität und Sicherheit ein bedeutender Schritt vorwärts ist.

Aktuell verteilt die Firma nur 32- und 64-Bit-Binaries über die Downloadseite. Nach einigen zusätzlichen Tests und einer Feedback-Auswertung wollen die Macher den Flashplayer sauber paketieren. Nutzer sollten die neuen Binaries bis dahin per Hand in den passenden Ordner kopieren. Fedora-Nutzer schauen allerdings zurzeit noch in die Röhre, diese Distribution unterstützt Adobe mit seiner erneuerten Flashversion noch nicht.

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