Chris Granger, der Entwickler hinter der Open-Source-IDE Light Table, will mit seinem neuen Projekt Eve das Programmieren revolutionieren. Investoren haben bereits einiges Geld investiert.
Eve soll laut der Ankündigung von Granger Konzepten aus der visuellen Programmierung folgen, bekannt ist beispielsweise Scratch vom MIT. Die Plattform soll es Programmier-Unkundigen ermöglichen, Programme zu schreiben. Grangers Vision ist, dass Wissenschaftler keinen Programmierer brauchen, um ihre Aufgaben zu lösen und Kinder schnell ein Spiel umsetzen, das sie im Kopf haben.
Geplant ist ein an Excel erinnerndes Interface, in dem der Programmierer Spalten und Zeilen verschiebt. Granger gehörte einst zum Visual-Studio-Team bei Microsoft, was die Excel-Anspielung erklärt. Unter der Haube sollen eine kräftige Datenbank, eine Programmiersprache mit temporaler Logik und eine flexible IDE zum Einsatz kommen. Eve soll es möglich machen, alles von der simplen Webseite bis hin zu komplexen Algorithmen zu bauen. Gegenüber dem Linux-Magazin erklärte Granger die Plattform werde unter einer Open-Source-Lizenz stehen und in C und Javascript verfasst sein.
All das klingt interessant, aber auch etwas schräg. Investoren scheinen jedenfalls an Grangers Pläne zu glauben. Sie haben nicht nur 2,3 Millionen US-Dollar in die Firma investiert, sondern in der Vergangenheit zum Teil selbst daran gearbeitet, das Programmieren zu vereinfachen. Im nächsten Schritt will Granger Leute anstellen, die Konzepte für seine Programmierinterface testen und umsetzen.



