Erstes grafisches Interface für DRBD erhältlich

Die Wiener Linbit GmbH hat für DRBD, ihre GPL-Software zur Festplattenspiegelung, erstmals eine grafische Benutzerschnittstelle geschrieben. Sie ist ab sofort im Beta-Status erhältlich.

Gegenüber der bisherigen DRBD-Verwaltung soll die GUI auch weniger erfahrenen Admins erlauben, den Status des Heartbeat und der DRBD-Aktivität im Cluster zu erfassen. Aber auch alte Hasen sollen von den Kontextmenüs (siehe Galerie) für Konfiguration und Administration profitieren. Weiterhin erleichtere die GUI das Update. Der Hersteller sagte zu Linux-Magazin Online, für den Benutzer sei es besonders praktisch, sich nicht mehr an einzelne Kommandos erinnern zu müssen. Das sei für Admins von Vorteil, die nur ein kleines Cluster verwalten, so dass sie in ein für lange Zeit ungestört laufende System selten eingreifen müssen.

Die neue grafische Oberfläche markiert einen so wichtigen Schritt für das Unternehmen, dass es ihm eine eigene Rubrik im Webauftritt verschafft. Allerdings setzt es die neue grafische Konsole von intuitiven, selbsterklärenden Benutzerschnittstellen ab: Es sei nicht möglich, allein anhand der GUI zu erfassen, wie Heartbeat funktioniert, warnt der Hersteller. Auch die Konzepte hinter einem Distributed Replicated Block Device (DRBD) müssen dem Benutzer vertraut sein. Nur anhand der GUI werde niemand ein funktionierende System aufsetzen können.

Die DRBD Management-Konsole ist als Jar-Datei auf der DRBD-Webseite erhältlich, den Sourcecode gibt es in der Open-Source-Rubrik von Linbit. Für Nutzer mit Java Webstart gibt es auch eine Online-Demo. Hierfür will Linbit eine Registrierung, allerdings sind nur Name und E-Mail-Adresse Pflicht.

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