Die für die Entwicklung der Corona-Warn-App von der Bundesregierung beaftragten Unternehmen SAP und Telekom/T-Systems haben den ersten Code auf Github veröffentlicht.
Mit der Einbeziehung der Öffentlichkeit der App, die unter einer Apache-Lizenzveröffentlicht wird, wollen Regierung und die Entwickler Transparenz herstellen, um Bedenken wegen Datenschutzproblemen und Eingriffen in die Privatsphäre möglichst von vorneherein zu zerstreuen.
Nach einer ersten Veröffentlichung eines sogenannten Scoping-Dokuments auf Github folgt nun also der erste Code. Es handle sich dabei um Komponenten des Backends, teilen die Deutsche Telekom und SAP mit. Weitere Bestandteile sollen sukzessive folgen. Für die Betreuung der Community, die sich bereits mit rund 50 Untergruppen auf Github mit der App beschäftigt, haben die beiden Partner allein acht Community-Manager im Einsatz.
Die Corona-Warn-App soll noch im Juni in einer ersten Version fertig sein. In einer Pressekonferenz zur App, an der Regierungssprecher Steffen Seibert zur geplanten Corona-Warn-App mit Vertretern von SAP, T-Systems, des Bundesinnenministeriums und des Bundesgesundheitsministeriums. betonten SAP und Telekom, dass mit der App keine Geopositionen gespeichert werden und auch keine Bewegungsprofile erstellt werden. Es gäbe auch keine direkte Verbindung zum Gesundheitsamt. Im Falle eines Kontakts mit einer infizierten Person sei es eine persönliche Entscheidung des Nutzers, sich beim Gesundheitsamt zu melden, hieß es bei der Pressekonferenz.
SAP und Telekom arbeiten insbesondere wegen der Bluetooth-Komponenten intensiv mit Apple und Google zusammen, die mit Android und iOS die wichtigsten Betriebssysteme für mobile Geräte stellen. Auch mit anderen europäischen ändern sei man in Kontakt, sagte ein Vertreter der Telekom.




