eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V. sieht die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit durch zunehmende Digitalisierung verschwimmen. Personen und elektronische Arbeitsmittel würden grenzenlos vernetzt und Arbeitsmodelle hinsichtlich Zeit und Ort entgrenzt.
Vom Zukunftstrend zum Arbeitsalltag: Die moderne Arbeitswelt 4.0 wird sich bis zum Jahr 2025 in vielen Branchen etablieren. Bis dahin werden sich Arbeit und Freizeit immer mehr verknüpfen, Personen und elektronische Arbeitsmittel umfassend vernetzen und zudem moderne IT-Geräte und Technologien selbstständig miteinander kommunizieren. Zu diesem Ergebnis kam zuletzt eine Expertenrunde im Rahmen des eco Kongresses 2014.
Im Zeitalter von Laptop, Tablet und Smartphone können Unternehmen ihren Mitarbeitern immer mehr Freiheit zum Erledigen ihrer Aufgaben einräumen. Nach Expertenmeinung wird es beispielsweise für zwei Drittel der Büroarbeiter in Deutschland bis 2025 selbstverständlich sein, auch von zu Hause aus zu arbeiten. Dies führt dazu, dass Unternehmen weltweit ihre Büroflächen deutlich reduzieren werden. Für zehn Mitarbeiter sind zukünftig nur noch durchschnittlich 6,7 Schreibtische vorgesehen. Im Zuge der Zeit- und Standortunabhängigkeit wird auch das Arbeiten in der Cloud immer wichtiger.
Bis 2025 wird es eine starke Nachfrage nach flexiblen Arbeitsformen geben. So gehen in einer empirischen Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) 70 Prozent der Beschäftigten davon aus, das im Jahr 2025 „eine gelebte Work-Life-Balance“ als Status-Symbol gilt. Die moderne Arbeitswelt 4.0 kann jedoch zugleich Fluch und Segen sein: Der Arbeitgeber räumt seinen Mitarbeitern zwar eine größere Flexibilität zum Erledigen der Arbeiten ein, erwartet aber im Gegenzug auch eine größere Flexibilität von den Arbeitnehmern selbst. Dass immer und überall gearbeitet wird, kann nach Meinung der New Work Spezialistin sogar zu einer Zunahme der psychischen Belastung am Arbeitsplatz und mehr Stress führen. Eben diesen Stress hat die Weltgesundheitsorganisation WHO nicht ohne Grund zu einer der „größten Gefahren des 21. Jahrhunderts“ erklärt.



