Das britische Unternehmen ARM will mit sechs Partnern eine Linux-Plattform für mobile Geräte entwickeln.
Der Chiphersteller will das freie Betriebssystem gemeinsam mit den Firmen Marvell, MontaVista, Movial, Mozilla, Samsung und Texas für die ARM-Prozessoren optimieren. Die Gruppe verspricht im Ergebnis eine “truly always on”-Plattform (wahrhaft immer online). Das Unternehmen stellte sein Projekt unter dem Namen Connected Mobile Computing (CMC) auf der ARM-Entwicklerkonferenz in Kalifornien vor. Die neue Linux-basierte Plattform soll Anfang 2008 vorgestellt werden, ab 2009 sollen erste Geräte damit ausgeliefert werden.
Die Partner wollen eine Standardversion von Linux mit zusätzlichen Anwendungen liefern, die auf den unternehmenseigenen Systems on Chips (SoC) läuft. Das System soll die Bedieneroberfläche Gnome Mobile und Mozillas Firefox-Webbrowser nutzen und unter einer Open-Source-Lizenz freigegeben werden. Besonderes Augenmerk sollen die Entwickler auf Grafik, Video, Multimedia und Internet-Funktionen richten. Für die mobile Plattform nennt ARM als wesentliche Leistungsmerkmale die Lebensdauer der Batterien, Software-Integration und einen leistungsstarken Webbrowser.
Marktforscher Jim McGregor, Enabling Technologies Group, sieht laut der Erklärung von ARM erhebliches Potential: “Im Markt für ultra-mobile Geräte erwarten wir jährliche Wachstumsraten von mehr als 20 Prozent in den nächsten zehn Jahren.” Der Wettbewerb ist schon in vollem Gange. Konkurrent Intel hat bereits im April 2007 ein Linux-Betriebssystem für die x86-basierten Mini-PCs angekündigt, die unter dem Begriff “Mobile Internet Devices” (MID) vermarktet werden (Linux-Magazin Online berichteten). Intels Partner ist Canonical, das Unternehmen hinter der Linux-Variante Ubuntu, wie wir an anderer Stelle meldeten.



