DsiN veröffentlicht Index zur digitalen Sicherheitslage

Die Initiative Deutschland sicher im Netz e.V. hat den DsiN-Sicherheitsindex zur digitalen Sicherheitslage 2021 veröffentlicht. Ein Resultat der repräsentativen Studie: 59 Prozent aller Internetnutzenden gehen zu nachlässig mit Schutzvorkehrungen bei Online-Diensten um.

Weitere Erkenntnisse: Nur jeder Zweite prüft die Zugriffsrechte seiner Apps (50 Prozent), nur jeder Dritte nutzt Passwortmanager (31 Prozent) und nur jeder vierte Onliner (27,1 Prozent) verschlüsselt die eigene Festplatte. Ein bei der Studie zu beobachtender Effekt ist die sich weiter öffnende Schere zwischen Sicherheitswissen und Sicherheitsverhalten, teilt die Initiative mit. Während das digitale Sicherheitswissen mit einem Indexwert von 90,1 Punkten einen neuen Höchstwert erreiche, lasse das Sicherheitsverhalten nach, teilt DsiN mit.

Schlüsselzahlen des Sicherheitsindex 2021. Quelle: DsiN

Positiv sei dagegen die Entwicklung bei den Sicherheitsvorfällen. Hier verzeichne der Index einen leichten Rückgang und liege bei 35,1 Indexpunkten (Vorjahr: 36,8). Auch die Verunsicherung im Netz nehme gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Punkte ab, heißt es. „Trotz dieser Verbesserungen stagniert der Index bei 62,7 Punkten auf mäßigem Niveau. Das nachlassende Sicherheitsverhalten stellt damit ein wachsendes Sicherheitsrisiko dar“, kommentiert Michael Littger, Geschäftsführer von DsiN.

Aufklärungsbedürfnis über alle Nutzergruppen zeige sich auch beim diesjährigen Fokusthema des Index, „Digitale Identität & Digitales Ich“: 38,7 Prozent aller Internetnutzenden in Deutschland hätten sich mit diesem Thema noch gar nicht beschäftigt und lediglich 3,0 Prozent taten dies umfassender. Der DsiN-Sicherheitsindex zur digitalen Sicherheitslage 2021 ist als PDF verfügbar.

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