DSGVO wird selten als Vorteil gesehen

Obwohl die große Mehrheit der Unternehmen die Vorgaben der DS-GVO inzwischen umgesetzt hat, können 40 Prozent darin keinen Wettbewerbsvorteil auf dem internationalen Markt für das eigene Unternehmen erkennen – und 30 Prozent sehen sogar Wettbewerbsnachteile.

Zwar loben 67 Prozent, dass die DS-GVO weltweit Maßstäbe für den Umgang mit personenbezogenen Daten setzt und jedes zweite Unternehmen glaubt, dass die DSGVO zu einheitlichen Wettbewerbsbedingungen innerhalb der EU führt, aber nur 16 beziehungsweise 13 Prozent gegenüber sehen das als geringen oder großen Wettbewerbsvorteil. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 503 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland.

Praktisch alle Unternehmen haben seit Einführung der Datenschutz-Grundverordnung ihren Aufwand für Datenschutz hochgefahren. 16 Prozent stellen fest, dass dieser langsam wieder abnimmt, aber 47 Prozent gehen von einem gleichbleibend höheren Aufwand aus, 30 Prozent erwarten sogar, dass der bereits gestiegene Aufwand noch weiter zunimmt. Nur 6 Prozent sehen keinen Mehraufwand, für kein Unternehmen ist der Aufwand gesunken.

Was sind die Hemmnisse bei der Umsetzung der Verordnung? 88 Prozent der Befragten geben an, die Umsetzung der DSGVO könne nie vollständig abgeschlossen werden, etwa weil es immer neue Guidelines gebe. 77 Prozent haben festgestellt, dass durch das Ausrollen neuer Tools immer wieder eine neue Prüfung in Gang gesetzt wird. Außerdem beklagen 57 Prozent eine uneinheitliche Auslegung der DSGVO innerhalb der EU. 45 Prozent sagen, die erforderliche IT- und Systemumstellungen kosten viel Zeit, 32 Prozent fehlt es an finanziellen Mitteln, 24 Prozent an qualifizierten Beschäftigten.

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