Der Digitalverband Bitkom erwartet für die Unternehmen der IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im laufenden Jahr ein Umsatzplus von 3,8 Prozent. Die Umsätze würden mit 203,4 Milliarden Euro erstmal die 200-Milliarden-Euro-Marke übersteigen.
Mit dem Umsatzplus gehe auch ein Wachstum bei den Beschäftigtenzahlen einher, teilt der Verband mit. Die Zahl der Beschäftigten steige um 3,4 Prozent auf 1,352 Millionen, hat der Bitkom auf Basis aktueller Berechnungen mitgeteilt.
Das größte Wachstum kann die Informationstechnik verbuchen. Mit IT werden 2023 nach aktueller Prognose 126,4 Milliarden Euro umgesetzt und damit ein Plus von 6,3 Prozent erreicht, teilt der Bitkom mit. Am stärksten zulegen würden die Umsätze mit Software (38,8 Milliarden Euro; plus 9,3 Prozent). Besonders deutlich wachsen würden dabei die Plattformen für Künstliche Intelligenz (plus 41,8 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro), Collaborative Applications (plus 15,6 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro) sowie Sicherheits-Software (plus 11,4 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro). Das Hardware-Segment wachse um 5,3 Prozent auf 39,7 Milliarden Euro. Dort würden steigende Ausgaben für Wearables (plus 15,3 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro), Security Appliances (plus 5,2 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro) sowie Server (plus 5,0 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro) die Umsätze steigern. Rückläufig seien dagegen nach starken Zuwächsen mit Beginn der Corona-Pandemie erneut die Ausgaben für mobile PCs (-3,4 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro) sowie Desktop PCs (-1,3 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro). Die Umsätze mit IT-Services würden um 4,7 Prozent auf 47,8 Milliarden Euro steigen und lgen damit etwa gleichauf mit den Wachstumsraten der Vorjahre.

Umsätze der Digitalbranche. Quelle: Bitkom
Der Markt für Telekommunikation wird 2023 nur noch leicht um 0,8 Prozent auf 69,5 Milliarden Euro wachsen. Am stärksten legen in diesem Segment die Investitionen in die Telekommunikations-Infrastruktur zu (+2,5 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro).
In der Unterhaltungselektronik drohe nach einem kurzzeitigen Aufschwung mit Beginn der Corona-Pandemie das dritte Minus-Jahr in Folge. Ein erwarteter Umsatz von 7,6 Milliarden Euro für 2023 bedeutet ein Minus von 7,3 Prozent.




3.8% hält nicht einmal mit der zu erwartenden realen Inflation mit – demnach ist es faktisch ein Schrumpfen…