Eine Studie des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Polizei kommt zum Ergebnis, dass Kenntnisse zum Schutz vor Cyber-Angriffen bei den Deutschen zwar vorhanden sind, jedoch unzureichend umgesetzt werden.
Das hat die inzwischen vierte gemeinsame Bürgerbefragung des BSI und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK). Die Ergebnisse der Studie seien im „Digitalbarometer 2022“ zusammengefasst.
Die Studie kommt zum Schluss, dass die Bedeutung wichtiger Schutzmaßnahmen den Befragten nicht immer klar sei. So nutze nur knapp ein Drittel (34 Prozent) die Möglichkeit, Updates automatisch einzuspielen. Dabei sei mehr als jeder Vierte schon Opfer von Cyber-Kriminalität geworden (29 Prozent). Vier von zehn Betroffenen (39 Prozent) erlebten eine solche Straftat mindestens einmal in den vergangenen zwölf Monaten. Insgesamt haben im vergangenen Jahr acht von zehn Betroffenen (79 Prozent) durch Cyber-Angriffe einen Schaden hinnehmen müssen. Den größten finanziellen Schaden verursachten laut der Studie Betrugsmaschen, durchschnittlich hätten Betroffene durch sie 674 Euro verloren.
Das Digitalbarometer 2022 wurde in diesem Jahr vom 20. April bis zum 10. Mai erstellt und dabei insgesamt 2000 Personen zwischen 16 und 69 Jahren bundesweit befragt.



