Devconf.cz: Red Hat verstärkt Docker-Einsatz

Auf einer seiner größten Entwicklerkonferenzen im tschechischen Brünn (Brno) haben Red Hats Verantwortliche bekannt gegeben, dass Docker in Zukunft eine wichtigere Rolle in der Planung spielen werde.

“Alle Produkte werden Docker integrieren”, verkündete Tim Burke, bei Red Hat “VP, Cloud & Operating System Infrastructure”, in seiner Keynote auf der diesjährigen Ausgabe der Devconf. Sein Vortrag stand unter dem Motto “Die Zukunft von Red Hat”, beschrieb aber umso anschaulicher eher den aktuellen Stand der Dinge beim größten Linux-Unternehmen der Welt. Open Stack, RHEV, Open Shift, Jboss und eben auch Docker spielen da die Hauptrolle, Fedora, RHEL und andere Produkte integrieren sich in den von Burke vorgestellten Stack.

Red Hats Tim Burke bei seiner Keynote auf der Devconf 2015.

Red Hats Tim Burke bei seiner Keynote auf der Devconf 2015.

Und auch in der zweiten Keynote ging es um Docker: “Java, Cloud, Leadership” lautete der Titel von Mark Littles Vortrag, Untertitel: “Container und die Cloud – Oh mein Gott!” Little, Leiter der Jboss-Entwicklung bei Red Hat, erläuterte detailliert, welche Veränderungen das Deployment via Docker-Container (Stichwort “XPaaS”) mit sich bringe.

Jboss-Entwicklungsleiter Mark Little zeigt die neue Docker-Strategie.

Jboss-Entwicklungsleiter Mark Little zeigt die neue Docker-Strategie.

Microservices mit Kubernetes – diese Schlagworte seien der nächste Meilenstein, so die Red-Hat-Chefs. Der Begriff Microservices beschreibt Software-Appliances, die unabhängige Dienste zur Verfügung stellen können – im weitesten Sinne eben Container, aber gleich mit automatisiertem Deployment und “intelligenten Endpoints”. Genau das will Google mit seinem Docker- und Core-OS-basierten Kubernetes-Projekt realisieren, und das baut Red Hat jetzt in seine Produktfamilie ein. “Kubernetes ist pure Magie – alles ist möglich”, jubelt Little.

Docker made by Google: Mit Core OS und Management.

Docker made by Google: Mit Core OS und Management.

In den Jboss-Produkten stünden jetzt mehrere spannende Entwicklungen an, meint Little, vor allem Devops und ähnliche Strategien dürften es schwer haben: “No silos can remain”. Aber immerhin: Open Source liegt (wieder einmal) vorne, und “es bereitete noch nie so viel Spaß ein Java-Developer zu sein”. meint zumindest Red Hats Jboss-Entwicklungsleiter.

Die Devconf geht noch bis Sonntag, alle Vorträge gibt es hier im Livestream (dank Youtube-GEMA-Blockade aber wohl nicht via deutschen Proxyserver), die Slides wollen die Verantwortlichen in den nächsten zwei Wochen veröffentlichen.

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