Wie der Vorsitzende des Programmiersprachengremiums der DIN gegenüber dem Linux-Magazin bestätigte, zieht sich das Normierungsinstitut aus dem Ausschuss NIA-01-22 zurück.
Die “Lenkungsgremien des dem Arbeitsausschuss “Programmiersprachen” übergeordneten Normenausschuss für Informationstechnik und Anwendungen (NIA) mussten umfangreiche Konsolidierungsbemühungen des Haushalts des NIA vornehmen,” die in der Folge zu einer Neubewertung der Arbeiten der Ausschüsse geführt hätten, schreibt Roman Grahle. Dabei habe man die einzelnen Ausschüsse befragt, welche Arbeiten der anderen Ausschüsse für sie relevant wären, und offenbar schnitten dabei die Programmiersprachen (NIA-01-22) recht schlecht ab, ebenso präsentierte sich die Einschätzung der Geldgeber.
Weil den Programmiersprachen dementsprechend eine “niedrige Priorität” eingeräumt wird, ruht der Ausschuss bis auf weiteres. Die Entscheidung bedeute aber auch, so Grahle, dass Deutschland dann auch “in den Working Groups der Internationalen Programmiersprachen-Standardisierung nicht mehr vertreten sein wird”. Allerdings plane man, einen Berichterstatter zu den Sitzungen des ISO/IEC JTC 1/ SC 22 “Programming languages, their environments and system software interfaces” zu entsenden.



